Billy Boyz: Musik gefühlsecht

Sie sind die Billy Boyz: Miachel Stöcker, Thomas Englert und Klay Shroedel. Foto: Julia Neuss

Natürlich muss man die Frage fragen: Wie kommt eine Band zu diesem Namen, der sofort die Verbindung knüpft zu den Latex-Teilchen: Billy Boyz. Michael Stöcker lacht: „Echt aus einer Bierlaune heraus. Alle Verwechslungen sind unbeabsichtigt.“ Aber: Gefühlsechte Musik machen sie schon, die Billy Boyz.

„Alles handgemacht, nichts synthetisches“, sagt Stöcker über das Trio, in dem nicht nur die Erfahrung von mehr als 30 Jahren Musik steckt, sondern auch die ziemlich amtliche Präsenz eines Oscar-Preisträgers, der – wenn alles gut geht – am Samstagabend zumindest ein Gastspiel geben wird: Klay Shroedel.

Die beiden aus der Profiband

Michael Stöcker und Thomas Englert haben über Jahre gemeinsam in einer ziemlich bekannten Band gespielt. „Semiprofessionell, wir waren in ganz Süddeutschland unterwegs“, sagt Stöcker. Nach 30 Jahren haben sie sich vor vier Jahren wieder getroffen, „und gedacht, wir könnten mal wieder musikalisch was auf die Beine stellen“. Ein Jahr später sei den beiden „der Klay über den Weg gelaufen. Thomas und Klay kannten sich aus der Schule“.

Shroedel hat in Amerika Karriere gemacht

Shroedel hat in Amerika Karriere gemacht, nachdem er ein Stipendium bekommen und in Los Angeles Schlagzeug – nebenbei BWL – studiert hatte. Über die Bekanntschaft zu Toto-Schlagzeuger Jeff Boccachio war der gebürtige Bayreuther Shroedel mit den ganz Großen des Musik-Geschäfts in Amerika in Kontakt gekommen. Er arrangierte und produzierte, sagt Stöcker, für Michael Jackson, für Frank Sinatra, Lenny Kravitz, aber auch Film-Melodien für Silvester Stallone, Arnold Schwarzenegger – und für den Film „Titanic“, für den Shroedel als Teil des Teams den Oscar bekam.

Zu wenig Platz fürs Schlagzeug

Normalerweise sitzt er auch bei den Billy Boyz am Schlagzeug. Da die Band ihr Kneipenfestival-Debüt in der Pop-up-Bar Lola gibt, mangelt es aber an Platz: „Klay ist natürlich nicht glücklich, dass wir ohne Schlagzeug spielen müssen. Aber wir gehen davon aus, dass er für einige Lieder zumindest mitsingen wird“, sagt Stöcker. Zum Beispiel bei „Burning Heart“ von Survivor aus dem Soundtrack von „Rocky IV“, den Shroedel mit produziert hat. „Sonst gibt es von uns alles querbeet: Funk, Pop, Soul, Rock’n’Roll.“ Gefühlsecht, und diesmal auf dem Platz eines Bierdeckels.

Kneipenfestival: Wie heimkommen

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