Bibliotheken sollen auch sonntags öffnen

Als Kultur- und Bildungseinrichtungen müssten Bibliotheken in Deutschland auch sonntags geöffnet sein. Dafür hat sich zum Abschluss des Deutschen Bibliothekartag in Nürnberg am Freitag Tom Becker, Bundesvorstandsmitglied im Berufsverband Information Bibliothek (BIB), ausgesprochen.

Bei einer Podiumsdiskussion erklärte er laut einer Mitteilung des Bibliothekartags, die Beschäftigten brauchten aber adäquate Rahmenbedingungen bei der Entlohnung und dem Freizeitausgleich.

Bibliotheken erlebten auch in Zeiten des digitalen Wandel einen ungebrochenen Zulauf, stellte Kaus-Rainer Brintzinger, Vorsitzender des Verbands Deutscher Bibliothekare (VDB), fest. „Sie werden als Arbeits- und Kommunikationsort immer wichtiger und sind damit mehr als bloße Ausleihstationen,“ sagte er. Die Statistik verzeichne pro Jahr rund 220 Millionen Besuche in Bibliotheken und Büchereien. Dagegen würden die Zuschauerzahlen aller drei Bundesligen zusammen 21 Millionen betragen.

Seit Dienstag hatten in Nürnberg 3.800 Teilnehmer den Bibliothekartag besucht und bei 400 Vorträgen, Workshops und Diskussionen einen Einblick in die Arbeitswelt der Bibliotheken bekommen, teilten die Veranstalter mit. Der Deutsche Bibliothekarstag, der in diesem Jahr zum 104. Mal tagte, wird von den Berufsverbänden, Berufsverband Information Bibliothek (BIB) und dem Verein Deutscher Bibliothekare (VDB) organisiert. Der 105. Deutsche Bibliothekartag wird im März 2016 in Leipzig sein.

epd

 

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