Betzenstein 2019 Neue Turnhalle auf der Agenda

Die alte Turnhalle in Betzenstein. Foto: Klaus Trenz/Archiv

BETZENSTEIN. Die Stadt Betzenstein wird in diesem Jahr keine größeren Bauvorhaben durchführen. Vielmehr wird es für Bürgermeister Claus Meyer und den Stadtrat ein Jahr der Planungen und Vorbereitungen auf notwendige Investitionen, die anstehen.
 

Die Turnhalle: Im vergangenen Jahr hat sich der Stadtrat zu einem Neubau der sanierungsbedürftigen Turnhalle durchgerungen. Immerhin belastet ein Neubau den kleinen städtischen Haushalt sehr und ist nur durch eine Neuverschuldung zu schultern. „Es laufen derzeit die Planungen und die Baugrunduntersuchung“, sagt Meyer. Darüber hinaus bereite man den Antrag auf das Förderprogramm KIP-S vor, von dem man über 700.000 Euro an Zuschuss erwartet.

Die neue Halle wird größer als die alte. Nicht unbedingt wesentlich in ihrer Grundfläche, aber in der Fläche, die dann die Schule und die Vereine zur Verfügung haben werden. Von jetzt knapp 300 Quadratmetern soll die Nutzfläche auf 870 Quadratmeter vergrößert werden. Das Spielfeld selbst wird zwar nur von 18 mal zehn Metern auf 22 mal zwölf Meter erweitert, aber im Untergeschoss der neuen Halle soll ein Gymnastikraum entstehen. Dazu will man zeitgemäße Umkleidekabinen und Sanitärräume haben.

Auf insgesamt rund 3,2 Millionen Euro taxiert Meyer den Neubau der Halle. Allerdings, betont er, sind dabei auch die Kosten einer Hackschnitzelheizung mit inbegriffen, die nicht nur die Halle, sondern auch die Schule beheizen wird. „Sie wird die alte Heizung der Schule ersetzen.“ Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, der Abriss der alten Halle soll Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres über die Bühne gehen. Eine genaue Kostenberechnung liegt ebenfalls noch nicht vor. 

Das Areal Brauerei Wagner und ehemaliges Zeiserla: Nach dem Abriss der Nebengebäude des Brauereigasthofs Wagner und der Brandruine des ehemaligen Lokals Zeiserla blieben nur noch der denkmalgeschützte Gasthof selbst und die alte Stadtmauer stehen. Noch im vergangenen Jahr hat Meyer mit der Betreibergesellschaft Macovima KG einen Investor für das gesamte Gelände gefunden, der dort eine neue Brauerei mit Gastronomie inklusive Biergarten errichten will.

Die Firma betreibt in Betzenstein bereits ein exklusives Hotel im Pflegamtsschloss, eine Brennerei und ein Speiselokal. Für Meyer gilt es jetzt, die städtischen Belange mit denen des Investors abzustimmen. Denn: die alte Stadtmauer grenzt direkt an das Gelände, das bereits an den Investor verkauft ist.

Die Stadt ist für das Denkmal Stadtmauer zuständig sowie für den Weg, der südlich vorbeiläuft und auf den Schmidberg mit seinem Aussichtsturm führt. Dieser Weg wird im Zuge der Dorferneuerung hergerichtet. „Wir wollen ein stimmiges Konzept“, sagt Meyer, dass die privaten und städtischen Baumaßnahmen ineinandergreifen. Als nächstes stehen Bauuntersuchungen an der Stadtmauer an. Sie sollen Klarheit darüber bringen, inwieweit es sich bei den teils mehr als sechs Meter hohen Mauerresten noch um historische Bausubstanz handelt. 

Sichere Überquerung: Meyer rechnet noch in diesem Jahr mit einer Überquerungshilfe über die Staatsstraße 2163 (Bayreuther Straße) auf Höhe des Ärztehauses Am Ameisenbühl beziehungsweise der Tankstelle Vizethum. Zwei Treffen mit dem staatlichen Bauamt Bayreuth soll in diesem Jahr eine Verkehrsschau folgen. Dann soll die Planung und Ausschreibung erfolgen. Das Straßenbauamt habe die Überquerungshilfe in diesem Jahr auf ihrer Agenda stehen. Die Stadt Betzenstein wird dann im Zuge der Bauarbeiten die entsprechenden Gehsteige verlängern. 

Abwasserbeseitigung: Meyer geht davon aus, dass die Abwasserbeseitigung den Stadtrat nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den folgenden Jahren beschäftigen wird, zumal einerseits Teile des Kanalnetzes, aber auch die mit der Marktgemeinde Plech betriebene Kläranlage in die Jahre gekommen sind.

Vorrangig wird wohl die Abwasserbeseitigung Weidensees im Fokus des Stadtrats stehen. „Es besteht die Möglichkeit, durch die neue RZWas 2018 (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) an Fördergelder heranzukommen“, sagt Meyer: „Unter dieser Perspektive werden wir die Planungen weiterführen.“ Für das erste Halbjahr sei in Weidensees eine Bürgerversammlung zu diesem Thema geplant. 

Flurneuordnung: Die Flurneuordnung in den Ortsteilen Höchstädt, Ottenberg, Leupoldstein und Altenwiesen soll mit der Bildung von Teilnehmergemeinschaften und mit darauffolgenden Detailplanungen starten. In den drei letztgenannten Orten seien zudem kleinere Dorferneuerungsmaßnahmen zu erwarten. 

Meyers Wünsche: Er hofft, dass in diesem Jahr die Angebotseröffnung für das neue Programm zum Breitbandausbau durchgeführt wird. Zudem hofft Meyer, dass sich Möglichkeiten für neue Baugebiete auftun. Anfragen nach Bauland wären zur Genüge vorhanden. 

 

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