Bayreuther 89:80 in Göttingen Medi kommt mit einem Veilchen davon

Schwerstarbeit zu leisten hatte Medi-Center Andreas Seiferth (am Ball) in dieser Szene gegen Mathis Mönninghoff (links). Dennoch waren die Vorteile der Bayreuther auf der Centerposition am Ende spielentscheidend. Foto: Peter Mularczyk

BASKETBALL. Medi Bayreuth surft weiter auf der Welle des Erfolgs. Die Mannschaft von Trainer Raoul Korner hatte am Samstagabend gegen dezimierte Göttinger ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, siegte am Ende aber mit 89:80 (50:32) und hielt damit weiter Kurs in Richtung Spitzenfeld der Bundesliga. Die Bayreuther feierten wettbewerbsübergreifend, inklusive Champions League, den sechsten Sieg in Folge.

Ob es an der überdeutlichen Favoritenrolle lag, dass sich die Bayreuther am Ende so schwer taten? Jedenfalls hatte die auf dem Spielberichtsbogen aufgeführte Göttinger Rotation ein recht ungleiches Gefecht erwarten lassen. Während die formstarken Gäste mit voller Kapelle in Göttingen auftraten, musste BG-Coach Johan Rojiakkers nicht nur auf seinen wegen einer Hüftprellung außer Gefecht gesetzten Spielmacher und Topscorer Michael Stockton verzichten, sondern kurzfristig auch noch auf Center Darius Carter, auf Forward Stephan Haukohl sowie Guard Joanic Grüttner Bacoul. Das Trio hatte grippegeschwächt passen müssen.

Während sich die wackeren acht Veilchen mit viel Herz in die Herkulesaufgabe stürzten und vornehmlich ihren Erfolg von außen suchten, setzten die Bayreuther auf Zuspiele ans Brett und auf Kassius Robertson. Der Shooting Guard wuchs förmlich über sich hinaus, traf seine vier ersten Dreierversuche  - einen mit Bonusfreiwurf  - und hatte so wesentlichen Anteil an der 22:17-Führung nach dem ersten Viertel. Der Eindruck einer nicht überragenden, aber zumindest seriösen Vorstellung der Mannschaft von Trainer Raoul Korner verfestigte sich auch im zweiten Viertel, obgleich acht Ballverluste bis zur 15. Minute auch nach dem Geschmack des Bayreuther Trainers zu viel des Schlechten waren. Trotzdem bewirkten die größere Tiefe und das variablere Spiel, dass die Gäste ihren Vorsprung weiter ausbauten, wobei nun Adonis Thomas in Robertsons Rolle schlüpfte und zehn Punkte zur 50:38-Halbzeitführung beisteuerte.

Anstatt den Vorsprung sukzessive weiter auszubauen, ließen die Bayreuther die kampfstarken Göttinger dann aber Stück für Stück herankommen, weil ihre Turnover-Quote hoch (14 bis zur 26. Minute) blieb und die Wurfquote sank. Bei den Gastgebern indes fielen jetzt die Dreier, zudem zogen sie unter Führung des starken Michael-Stockton-Ersatzes Dominic Lockhardt die defensiven Daumenschrauben weiter an. So schmolz der Vorsprung der Gäste, die vor allem mit der aggressiven, sehr offenen Verteidigung der BG massive Probleme hatten und weiter fleißig Ballverluste produzierten, bis auf einen Zähler beim 75:76 (35.) zusammen.

Die Bayreuther aber blieben in der nun hitzigen Partie abgeklärt, sie suchten ihre Chance über das Brett. Hier hatten sie dank ihrer guten Center Hassan Martin und Andreas Seiferth die signifikantesten Vorteile. Martin war es auch, der 20 Sekunden vor Schluss die Punkte zum 86:80 für sein Team markierte und damit das letzte Aufbegehren der Göttinger zum Erliegen brachte.

BG Göttingen: Coggins (9 Punkte), Lockhardt (10), Kramer (10), Williams (14), Andric (10), Mönninghoff (8), Larysz (0), Willis (19).

Medi Bayreuth: Thomas (17), Robertson (17), Stockton (7), Doreth (2), Seiferth (7), Martin (10), Hrovat (4), Meisner (8), Brooks (9), Raivio (8).

 

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