Wechsel an der Spitze Altstadtschule: Langer geht, Müller kommt

Ronald Langer hört auf, Felicitas Müller wird die neue Rektorin der Mittelschule Altstadt. Die 37-Jährige war drei Jahre Konrektorin an der Schule. Foto: Eric Waha

BAYREUTH. Die Zeit des Abschieds kommt: Drei Jahre war Ronald Langer Chef der Mittelschule Altstadt. Drei Jahre lang war Felicitas Müller seine Konrektorin. Sie wird die Schule jetzt leiten - und hat das Ziel länger zu bleiben, um die Schulentwicklung der Mittelschule voran treiben zu können. Das Schulleitungsteam wird im August durch Robert Eitler ergänzt, der als Konrektor neu an die Schule kommen wird.

Richtig liebe Szenen am Montagvormittag im Sekretariat der Altstadtschule: Zwei Neuntklässler kommen, um sich von ihrem Rektor zu verabschieden. Eine große Tafel "Merci" wechselt den Besitzer. Kurz darauf bekommt auch Felicitas Müller eine. Als Dank für die Begleitung der vergangenen Jahre. "Im Unterricht war er immer so entspannt", sagt Vanessa Demuth, die gerade ihren Abschluss gemacht hat, über Ronald Langer. Auch wenn "das Fach etwas knackiger ist", habe Langer in Physik, Chemie und Bio, was er in der neunten Klasse unterrichtete, "als Lehrer recht gechillt" den Stoff erklärt. "Er hat es uns so einfach wie möglich gemacht", sagt Vanessa Demuths Klassenkamerad Lucas Hartmann im Gespräch mit dem Kurier.

Immer weniger wollen Rektor werden

Rektor, sagt Langer, wollte er eigentlich nie werden. Seit 2010 ist er an der Altstadtschule, kam als stellvertretender Schulleiter aus Eckersdorf nach Bayreuth. Als sein Vorgänger Wolfgang Schinköthe in Ruhestand ging, sei ihm klar gewesen, "dass ein neuer Schulleiter eigentlich mehr als drei Jahre Zeit haben sollte, um etwas gestalten zu können". Aber: "Es bewerben sich immer weniger Lehrer auf die Schulleiter-Position, weil die Arbeit halt sehr umfangreich ist." Was dennoch positiv gewesen sei: Felicitas Müller habe als Konrektorin in den vergangenen drei Jahren parallel die Schulentwicklung vorantreiben können. Langer sagt, er habe einen Teil seiner Aufgabe darin gesehen, "die Schulausstattung zu verbessern". Fast alle Zimmer seien mit elektronischen Tafeln ausgestattet, ein Teil der Zimmer habe neue Möbel bekommen. "Jetzt kommt noch eine neue Schulküche, die Computer-Ausstattung wird erneuert." Dennoch könnte die Schule eine energetische Sanierung gebrauchen. Im Winter erreiche man in einigen Klassenzimmern kaum die 20-Grad-Marke.

Erziehung und Werte bleibt Schwerpunkt

Während Langer, der bald 65 Jahre alt wird, sagt, er sei der Ansicht , dass es Zeit sei, "nach fast 60 Jahren die Schulzeit zu beenden" - die eigene Grundschulzeit mit eingerechnet -, will Felicitas Müller (37) die Altstadtschule weiterbringen: "Der Schulentwicklungsbereich Erziehung und Werte bleibt Schwerpunkt an der Altstadtschule", sagt Felicitas Müller im Gespräch mit dem Kurier. Im neuen Schuljahr wolle sie dem Konrektor Robert Eitler "die Chance geben, anzukommen", Dann wolle sie gemeinsam mit ihm neue Projekte angehen, sagt die Lehrerin, die vorher in Weidenberg und Marktredwitz an Mittelschulen im Einsatz war.

Soziales Lernen und Sport

"In den fünften und sechsten Klassen werden wir gemeinsam mit unserem Schulsozialarbeiter Günter Trettwer soziales Lernen anbieten. Den Happy Kick it Day mit Xhavit Mustafa machen wir natürlich weiter, die Sprachförderung wird weiter hohen Stellenwert haben." Die Schule, deren Schüler einen Migrationsanteil von mehr als 50 Prozent hat, werde ab dem kommenden Schuljahr mit der Bayreuther Graduiertenschule für Afrikastudien (Bigsas) zusammenarbeiten, habe Medi Bayreuth als Kooperationspartner gewonnen. Natürlich werde ein Schwerpunkt auf den beiden Übergangsklassen liegen, die unter anderem dazu beitragen würden, dass die Schülerzahlen "stabil bei rund 260 Schülern" liegen, wie Langer sagt. "Positiv ist, dass wir eine Verbundschule sind. In einem Verbund, in dem jede Schule ihren eigenen Schwerpunkt setzen kann."

Schüler sind ein Glücksfall

Für Felicitas Müller ebenfalls positiv: "Unser Schüler finde ich gut. Man hört immer wieder das Vorurteil, dass wir so schlimme Schüler hätten. Die sind nicht schlimmer als Schüler an anderen Schulen." Felicitas Müller sagt, sie freue sich richtig auf das kommende Schuljahr. Das, sagt Ronald Langer, tue er auch. Aber aus ganz anderen Gründen.

Wechsel auch an anderen Schulen

Auch an anderen Grund- und Mittelschulen gibt es zum kommenden Schuljahr Wechsel in der Leitung, wie die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Marina Lindner, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt.

An der Mittelschule St. Georgen geht Rektor Alfred Bogner in den Ruhestand. Die Nachfolge sei "noch im Widerspruchszeitraum", sagt Lindner.

An der Graserschule scheidet Rektor Andreas Huber aus. Auch hier könne die Nachfolge noch nicht bekannt gegeben werden.

An der Jean-Paul-Schule geht die Rektorin Jutta Achatz in den Ruhestand. Wer die Nachfolge antrete, müsse "noch im Besetzungsverfahren" geklärt werden.

Fest steht dagegen bereits, dass Reinhard Budde an der Grundschule in Laineck die Nachfolge von Rektor Bernd Frank antreten wird, der in den Ruhestand geht.

In Meyernberg wird - wie berichtet - Silke Teufel die neue Rektorin, nachdem Hannelore Blüchel jetzt in Ruhestand geht.

Auch an der Grundschule St. Georgen gibt es einen Wechsel: Konrektorin Iris Pensky hört auf, Anissa Marino wird ihre Nachfolgerin.

"Wir sind sehr froh, dass es für alle Funktionsstellen Nachfolgebesetzungen geben wird. Manche Namen dürfen allerdings wegen der noch nicht abgeschlossenen Verfahren momentan noch nicht genannt werden", sagt Lindner.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading