BAT darf Rivalen Reynolds schlucken

Foto: Timo Mitze/dpa

Die milliardenschwere Übernahme des US-Tabakkonzerns Reynolds durch den Rivalen British American Tobacco (BAT) hat den Segen der Aktionäre erhalten.

Bei Camel-Hersteller Reynolds sprachen sich 98,7 Prozent der Investoren für den Zusammenschluss aus, bei Lucky-Strike-Produzent BAT 99,9 Prozent. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Der Mega-Deal soll bereits am 25. Juli abgeschlossen werden. Die Briten wollen sich die restlichen 57,8 Prozent der Reynolds-Anteile einverleiben, die ihnen noch nicht gehören. Insgesamt zahlt BAT nach eigenen Angaben 54,5 Milliarden Dollar (47,3 Mrd. Euro). Zunächst war von 49 Milliarden Dollar die Rede gewesen, doch Wechsel- und Aktienkursveränderungen trieben den Preis in die Höhe.

BAT würde durch die Fusion an Marlboro-Hersteller Philip Morris vorbeiziehen und zum weltweit größten börsennotierten Tabakkonzern gemessen an Umsatz und Ertrag aufsteigen.

Gemessen am globalen Marktanteil steht jedoch der staatseigene chinesische Branchenriese China National Tobacco Corp unangefochten und mit großem Abstand an der Weltspitze, wie Daten des Analysehauses Euromonitor zeigen.

Die Übernahme erfolgt zwar unter dem Druck rückläufiger Raucherzahlen und sinkender Zigarettenverkäufe in vielen Ländern, aber die Branche verdient - nicht zuletzt dank Preiserhöhungen - dennoch prächtig.

Euromonitor zufolge ist der weltweite Verkaufswert, den die Tabak-Industrie pro Jahr mit Zigaretten einnimmt, von 2011 bis 2016 um gut 21 Prozent auf 683,4 Milliarden Dollar gestiegen.

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