Bald zwei erste Klassen im Ahorntal?

Eisblumen ade: Neue Fenster sorgen nun auch im Winter für ein trockenes Raumklima in der Schule. Sehr zur Freude von Rektorin Andrea Ashauer und Bürgermeister Gerd Hofmann. Foto: Stefan Brand

Die Geburtenrate steigt im Freistaat. Das lässt so manchen Bürgermeister kleinerer Gemeinden aufatmen. Weil damit die Chancen steigen, den Erhalt der Schule am Ort zu sichern. Dort, wo es noch welche gibt. Wie in Kirchahorn. Auch dort steigen die Kinderzahlen – für das kommende Schuljahr hofft Schulleiterin Andrea Ashauer sogar auf zwei erste Klassen.

Investitionen: Das freut auch Bürgermeister Gerd Hofmann: „Ich weiß gar nicht, wann das das letzte Mal der Fall war.“ Da falle es der Kommune natürlich leichter, auch Geld für die Schule in die Hand zu nehmen. Ashauer spricht sogar von einem „Füllhorn, das die Gemeinde über uns ausgeschüttet hat“. So weit will Hofmann nicht gehen, schließlich rede man da von einem überschaubaren Betrag von rund 25 000 Euro. Die flossen zum größten Teil in eine neue Fensterfront im Bereich des Lehrerzimmers und des Sekretariats.

Eisblumen adieu

Eine Investition, die dringend erforderlich war. Weil die alten Aluminiumfenster aus den 1970er-Jahren einfach marode und vor allem alles andere als dicht waren: „Da bildeten sich im Winter schon mal Eisblumen an der Innenseite.“ Und Andrea Ashauer ergänzt: „Da drang richtig Feuchtigkeit ein, das war auf Dauer untragbar.“ Gerd Hofmann lobt die ausgezeichnete Arbeit der Fensterbaufirma – und seine Männer vom Wasser- und Abwasserwerk, die sich um den Einbau der Rollos kümmerten: „Da sind ausgebildete Elektriker dabei, die waren da gleich Feuer und Flamme. Das spart uns auch Geld.“

Neue Stühle für die Zweitklässler

Geld floss auch in die Klassenräume, die jetzt durch die Bank mit Beamern und Dokumentenkameras ausgestattet sind. Und demnächst erhalten die Zweitklässler auch noch neue Stühle. Alles keine ganz großen Maßnahmen. Aber wichtige, um die Schule auf dem neuesten Stand zu halten.

Klassen werden wohl größer

Die Zukunft: Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass für das Schuljahr 2018/19 zwei erste Klassen gebildet werden können. „Das stellt die Schulleitung schon vor Herausforderungen“, sagt Bürgermeister Hofmann. Zum einen räumlicher Art, zum anderen bei der Ausstattung mit Personal und Unterrichtsstunden. Und die Klassenstärken werden wohl zunehmen.

Wie viele kommen aus Waischenfeld?

Sicher ist das Ganze noch nicht. „Das hängt auch davon ab, wie viele Kinder aus Waischenfeld kommen“, so Ashauer. Denn Ahorntal und Waischenfeld sind unter einem gemeinsamen Dach zu Hause, in einem Schulverband. Die Schule Kirchahorn besuchen vor allem Schüler aus Eichenbirkig, „meist so fünf bis acht“.

Der Standort ist sicher

Betrachte man sich die Zahl der Jungen und Mädchen, die 2018 ihre Kindergartenzeit beenden, deute jedenfalls vieles auf ein Aufstocken hin. Damit wächst auch die Gesamtschülerzahl. Die liegt im Moment bei 80, mittelfristig hält Schulleiterin Ashauer 100 für nicht ausgeschlossen. Was Bürgermeister Hofmann zu dem Fazit veranlasst: „Der Schulstandort ist jedenfalls nicht in Gefahr.“ Der Zuwachs forciere auch Gedankenspiele über die Einrichtung einer Mittagsbetreuung. „Da werden wir gemeinsam mit dem Elternbeirat noch heuer Ideen sammeln, wie sich das umsetzen lässt, vor allem, wer das betreuen könnte“, so Hofmann. Notwendig sei ein solches Angebot heutzutage in der Regel, fügt Andrea Ashauer hinzu, „das ist der veränderten Arbeitswelt geschuldet“.

Bald Tempo 30 vor Schule und Kindergarten

Mehr Sicherheit: Schon seit rund zehn Jahren gibt es die Anregung, im Bereich von Schule und Kindergarten eine Tempo-30-Zone einzurichten. Was nicht so einfach sei, „schließlich handelt es sich um eine Staatsstraße“ sagt Gerd Hofmann. Jetzt hat das staatliche Bauamt zugestimmt, „das kommt, vielleicht sogar noch in diesem Jahr“. Das Ganze verzögere sich, weil die Behörde ein großes Schild möchte, auf dem auch der Grund für die Begrenzung genannt wird – „weil das die Autofahrer dann eher akzeptieren“. Auf einen Zebrastreifen – auch der war angedacht – werde verzichtet, da er den Kindern ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln könnte und damit ihre Aufmerksamkeit verringert.

 

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