Aus für neuen Flugplatz in Coburg

Ein Schild mit der Aufschrift "Flugplatz? Nein Danke!" steht als Protest gegen den geplanten "Verkehrslandeplatz Coburg" auf einer Agrarfläche zwischen Neida und Wiesenfeld. Foto: David Ebener/dpa

Der Bau eines neuen Flugplatzes im Landkreis Coburg ist vom Tisch. Dies teilte der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Marcel Huber (CSU), am Mittwoch in Bamberg mit.

Stattdessen will die Staatsregierung die bestehenden Flugplätze in Coburg und Bamberg für den Instrumentenflugverkehr ausbauen. „Eine Reihe von Firmen in Oberfranken sind auf diese infrastrukturellen Voraussetzungen angewiesen“, sagte Huber. Deshalb werbe er für diesen doppelten Ausbau.

Danach sollen auf der Coburger Brandensteinsebene künftig kleinere Flugzeuge und in Bamberg-Breitenau größere Flugzeuge starten und landen können - bei jeder Sicht und unabhängig von Uhrzeit oder Wetter.

In Coburg gibt es derzeit zwar eine Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflugverkehr, diese läuft aber Ende 2019 aus. In Bamberg ist es derzeit gar nicht möglich.

Die Kosten für den Ausbau der beiden Flugplätze schätzte Huber auf einen „mittleren einstelligen Millionenbetrag“. Davon wird der Freistaat etwa die Hälfte übernehmen. Im Moment werden die Unterlagen für die Genehmigung beim Luftamt Nordbayern zusammengestellt.

Vorab werde genau geprüft, welche Maßnahmen notwendig sind, um beide Flugplätze für den dauerhaften Instrumentenflugverkehr auszubauen. „Nach bisherigen Erkenntnissen spricht aber nichts gegen eine Realisierung des Projektes“, sagte der Leiter des Luftamts, Wolfgang Brunner. Mehr Flüge oder Fluglärm befürchte er nicht.

Wirtschaftsvertreter und Politiker vor Ort begrüßen die Pläne.

dpa

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