Aufsichtsräte sollen still und leise absegnen Gartenschau: Ärger ums Logo

Wieder Wirbel um das Logo der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth: Die Aufsichtsräte der Landesgartenschau-Gesellschaft sollen das Signet, das nicht nur Experten stark an eine Vorlage erinnert, die es im Internet für ein paar Euro zu kaufen gibt, still und leise absegnen. Kurier-Informationen zufolge hat die Landesgartenschau-Geschäftsführung den Aufsichtsräten bis nächsten Mittwoch Zeit gegeben, schriftlich ihre Zustimmung zu dem umstrittenen Logo zu geben.

Im Mai hatte die Angelegenheit schon einmal für Ärger gesorgt: Der Kurier berichtete damals, dass das Logo für die Landesgartenschau einer Vorlage, die man für 39 Euro im Internet kaufen kann, zum Verwechseln ähnlich ist. Für den Bayreuther Designer Stefan Schlags, der schon im Mai die mangelnde Kreativität des Siegerentwurfs kritsiert hatte, bleibt es dabei: Dieses Logo schafft in mehr als einer Hinsicht Probleme. „Immer noch ist die Illustration, die dem Logo zugrunde liegt,  von jedermann zu erwerben."

Jeder kann also Souvenirs und Verkaufsartikel gestalten, ohne dass die Landesgartenschau dagegen eine Handhabe hätte. „Damit lässt sich ein einheitlicher Markenauftritt ganz einfach torpedieren." Mehr noch. Die Landesgartenschau in Bayreuth tritt an, um etwas Besonderes, etwas Einzigartiges zu werden. Dazu, sagt Schlags, passt ein verwechselbares Logo ganz und gar nicht. „Qualität und die Sorge um das Image der Stadt Bayreuth sollten bei der Auswahl des Logos und bei einem Kommunikationskonzept im Mittelpunkt stehen", sagt Schlags und fordert die Verantwortlichen der Landesgartenschau auf: „Verhindern Sie, dass der Eindruck entsteht, dass für Oberfranken und Bayreuth Plagiate gut genug sind."


Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe (22. Juni) des Nordbayerischen Kuriers.

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