Auf Endrunden-Kurs BTS rückt auf Platz vier der Bundesliga

Elisa Tartler kann es kaum fassen: Ihr BTS-Team kletterte als Aufsteiger auf Rang vier in der Bundesliga Süd. Sie selbst zeichnete sich dabei als Tagesbeste ihrer Mannschaft aus. Foto: Mark Fichtner

BOGENSCHIEßEN. Die TS Bayreuth schnuppert an der Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Am zweiten Wettkampftag der Bundesliga Süd in Tacherting holte der Neuling 9:5 Punkte und rückte damit bei Halbzeit der Runde auf den vierten Tabellenplatz vor, der am Ende die Teilnahme am Finale der besten acht deutschen Mannschaften bedeuten würde.

Allerdings zeichnet sich ein spannender Kampf um diese Position ab. Um sie zu verteidigen, müssen die Bayreuther nach der Weihnachtspause den viermaligen Deutschen Meister SG Welzheim auf Abstand halten, der nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat.

BTS-Teamführer Mark Fichtner schnaufte nach dem letzten Pfeil des Tages erleichtert durch: „Das Niveau dieser Liga ist so krass, das ist kaum zu fassen. Zum Glück schreckt das unsere Mannschaft nicht im geringsten ab. Sie macht bei dem Wahnsinn einfach mit.“ Beeindruckt stellte er fest: „Selbst 57 von 60 möglichen Ringen reichen oft nicht, um einen Satz zu gewinnen.“

In der Bundesliga schießen die Mannschaften an jedem Wettkampftag in Duellen jeder gegen jeden mehrere Sätze von je sechs Pfeilen. Dabei müssen die drei Schützen pro Team ihre sechs Pfeile binnen 120 Sekunden abgeben. Ein Satzgewinn bringt zwei Punkte, bei sechs Satzpunkten ist ein Match entschieden. „57“ bedeutet also, das Team trifft mindestens dreimal in die nur vier Zentimeter große Zehn und dazu noch drei Neuner.

Die Bayreuther mussten ohne die erkrankte Junioreneuropameisterin Talida Chrubasik auskommen. Neben Elisa Tartler und Jakob Hetz kamen daher Neil Benneman und Fichtner selbst zu ihrem ersten Bundesliga-Einsatz. Und beide machten ihre Sache gut, auch wenn sie das überragende Niveau von Tartler und Hetz nicht ganz halten konnten. Diese wiesen am Ende einen Schnitt von über 9,6 aus – sechs von je zehn Schuss landeten im Zentrum, dazu kamen jeweils vier Neuner.

Besonders wichtig war gleich das erste Duell gegen den Tabellennachbarn SG Welzheim, in dem ein 7:3-Sieg gelang. Gegen die erfahrenen Gastgeber der FSG Tacherting reichte es immerhin zu einem Unentschieden. Dabei ging ein Satz trotz 58 von 60 möglichen Ringen sogar noch verloren – die Tachertinger hatten 59 geschossen. „Ärgerlich auf Spitzenniveau“, kommentierte Fichtner. Nach zwei nicht unerwarteten 2:6-Niederlagen gegen die Meisterschaftsanwärter aus Ebersberg und Villingen-Schwenningen gingen die Bayreuther mit 3:5 Punkten in die Pause.

Siege in den letzten drei Duellen

Die letzten drei Duelle des Tages bestritten durchgehend Elisa Tartler, Jakob Hetz und Neil Bennemann. Dreimal blieben sie siegreich. Dabei leistete Schlusslicht BSC München (6:2) deutlich weniger Widerstand als die Schützen aus Neumarkt. Die Oberpfälzer lagen schon mit 4:2 in Front, mussten sich zuletzt aber doch mit 4:6 geschlagen geben – auch weil den Bayreuthern ein perfekter Satz gelang: sechs Schuss, sechs Zehner – 60!

Zu einer Nervenschlacht wurde abschließend das Match gegen die SG Ditzingen. Die Schwaben führten mit 3:1, doch dann entschieden die Bayreuther die folgenden drei Sätze nervenstark mit einer Serie von 57, 59 und 58 Ringen für sich. Damit zogen sie an den Welzheimern vorbei, die gleichzeitig gegen Tacherting mit 0:6 verloren und damit auf nur 6:8 Punkte kamen.

Den dritten Wettkampftag richten die Welzheimer allerdings Mitte Januar in der heimischen Halle aus. Da werden die Bayreuther eine Topleistung bieten müssen, um ihren vierten Platz zu verteidigen.

 

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