Auch im vierten Spiel verlustpunktfrei

Hartnäckigen Widerstand der Unterhachinger (links Johannes Borschel, rechts Philipp Heinle) musste Haspo überwinden. Am Ende fanden die Bayreuther um Ralph Weiß (Mitte) aber doch einen Weg, sich durchzusetzen. Foto: Peter Kolb

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Bilanz von Haspo Bayreuth (2.) in der Herren-Bayernliga ist auch nach der ersten „richtigen“ Heimbegegnung im reparierten Schulzentrum Ost makellos. Der nie aufsteckende TSV Unterhaching (12.) bot der Mannschaft der Trainer Marc Brückner und Michael Werner jedoch einen heißen Kampf, ehe in der Schlussphase die breitere Bank ausschlaggebend für den doch noch recht deutlichen 32:26 (16:12)-Sieg war.

„Wir haben schon vorher gesagt, dass es kein Spiel wird, das wir in den ersten zehn Minuten entscheiden“, erinnerte Werner. Haspo begann erneut sehr konzentriert und mit einer enorm aufmerksamen, offensiven Deckung, die gegen die Oberbayern starke zwölf Ballgewinne generieren konnte. So kam auch Unterhachings Spielmacher Martin Dauhrer (2 Tore) nicht wie gewohnt zum Zug. Außerdem hielten die Bayreuther die eigene Fehlerquote gering. Zwar erlaubten sie sich 14 Fehlwürfe, nur sechs technische Fehler ließen die Gäste aber kaum einmal in einen schnellen Gegenangriff kommen.

Yannick Meyer-Siebert unterstreicht Durchschlagskraft

Beim 7:4 (12.) führte Haspo erstmals deutlicher, doch die Münchner Vorstädter ließen sich einfach nicht abschütteln. „Wir haben gerade in den ersten 20 Minuten hervorragend verteidigt, uns dafür aber nicht angemessen belohnt“, erkannte Marc Brückner richtig. Beim 15:10 (27.) schien sich sein Team dann aber doch absetzen zu können, wobei Yannik Meyer-Siebert kaum eine Chance ungenutzt ließ. Der junge Bayreuther Spielmacher wirkte über die komplette Dauer beachtlich souverän, verwandelte alle fünf Siebenmeter sehr sicher und unterstrich mit zahlreichen Rückraumwürfen seine enorme Durchschlagskraft.

Nach dem Seitenwechsel kam dennoch etwas Sand ins Angriffsgetriebe. Das lag vor allem daran, dass das Trainer-Duo die Spielzeit auf alle zwölf Feldspieler verteilte. Das nutzte der Gast, um vor allem durch den starken Ex-Bayreuther Tim Abel (5 Tore) und den auffälligen Kreisläufer Johannes Borschel (7/3) auf 20:22 (44.) zu verkürzen. Zu diesem Zeitpunkt merkte man den Hausherren den kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall des zuletzt so formstarken Rückraumrechts Tom Elschner an. „Klar hat uns Tom gefehlt, aber dafür sind heute eben wieder einmal andere in die Bresche gesprungen“, sagte Michael Werner.

Wichtige Tore von Robin Rahn

In der entscheidenden Phase spielte sich Robin Rahn ins Rampenlicht. Mit seinen die Nerven beruhigenden Treffern zum 24:21 (49.), 27:22 (53.) und zum vorentscheidenden 28:24 (55.) brach er den Widerstand der Hachinger endgültig. „Ich denke, dass es unsere Ausgeglichenheit ist, die uns so unberechenbar für jeden Gegner macht“, freute sich Marc Brückner. „Dennoch hat es uns Unterhaching heute sehr schwer gemacht, aber wir haben wieder einmal eine kritische Phase gut überstanden.“

Haspo Bayreuth: Miersch, Lehnard – Schalk (3), Nicola (1), Baldauf, Herrmannsdörfer (3), Weiß (2), S. Berghammer (2), Rahn (5), Schmidt (2), Klenk (1), Meyer-Siebert (12/5), Y. Berghammer (1), Goeritz.

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