Arbeitskreis soll nach Ideen suchen, um mehr Gäste in den Ort zu bringen Maulkorb für Fichtelberger Jammerer

Das Hotel am Fichtelsee soll ein Aushängeschild des Fichtelberger Tourismus werden Foto: Herrmann

Jetzt reicht's den Fichtelbergern: Auch ohne Therme müssen wieder Touristen her. Statt sich zu beschweren sucht ein Arbeitskreis nach Möglichkeiten, dem Ort ein gutes Image zu verpassen.

Neue Töne in Fichtelberg. Von „großer Aufbruchstimmung“ spricht nicht nur Marianne Steinkohl. Sie ist eine von 70 Vermietern am Ort und seit dieser Woche auch in einem neuen Arbeitskreis. Der beschäftigt sich damit, was Fichtelberg touristisch nach vorne bringen könnte. Als erste Maßnahme gab es einen Maulkorb für die Jammerer: „Das Positive raustellen und das Negative ausblenden“, ist Andreas Munders Motto. Damit macht der Tourismusmanager am Ochsenkopf klar: Auch ohne neue Therme hat der Ort „eine Litanei von Angeboten“ vorzuweisen.

Klar ist: Nach Fichtelberg kommen weniger Gäste. Knapp 75 000 waren es vergangenes Jahr, fast 7000 weniger als im Jahr zuvor. Auch wenn man die Zahlen dadurch bereinigt, dass es keinen Zeltlagerring mehr gibt, der 5600 Übernachtungen zusätzlich brachte: Der Rückgang ist besorgniserregend. Der Wunsch etwas dagegen zu tun, kam aus den Reihen der Vermieter selbst. Der neue Arbeitskreis soll, so Munder, ein Symbol sein. Dafür, dass es wieder nach vorne geht. „Und dass die Menschen wieder miteinander reden“, sagt Vermieterin Steinkohl.

„Es müssen Leute vorangehen, die etwas in die Hand nehmen, was aufs Papier bringen und es den anderen sagen.“ Werner Pürner verkörpert am deutlichsten den neuen Fichtelberger Geist. Bei der Gründung des neuen Arbeitskreises diese Woche trat er erstmals öffentlich auf. Der 55-Jährige wird neuer Betreiber des Hotels am Fichtelsee, bei dem sich nicht nur der Namen ändern soll. „Wir haben wirklich Touristisch was vor da hinten“, sagt Pürner. Beach-Volleyballfelder, Duschen für die Badegäste und eine „Illumination“ des Fichtelsees. Das Hotel soll nach dem Umbau ein „Zugpferd“ werden für Gemeinde und Region. „Ganz egal, ob die Gäste im Ort übernachten oder in Bischofsgrün“, sagt Pürner. Die Zeit des Kirchturmdenkens sei vorbei.

Und die des Jammerns sowieso. Es bringe nichts, immer wieder über die langen Straßenbaumaßnahmen zu schimpfen oder die fehlende Therme. Oder über den Leerstand in einer der wichtigsten Ortsstraßen. Das sei nicht Sache der Gemeinde, sagt Pürner. „Das sind alles Eigentümer.“ Dort liege auch die Verantwortung.

So sieht es auch Karina Rasp, die nahe bei der abgebrannten Therme eine Pension betreibt. Und sie renoviert nach und nach ihre elf Zimmer, versucht dabei, sich mit der Einrichtung von den anderen hervorzuheben. Sie arbeitet mit Farben, will es „anders machen“. Auch Rasp ist im neuen touristischen Arbeitskreis und wird das Gefühl nicht los, unter den Negativ-Schlagzeilen der letzten Zeit „gelitten“ zu haben. Deshalb liegt es ihr am Herzen, wieder in positive Schlagzeilen zu kommen. Noch sei man aber in der Ideen-Findungsphase.

.Damit macht der Tourismusmanager am Ochsenkopf klar: Auch ohne neue Therme hat der Ort „eine Litanei von Angeboten“ vorzuweisen.

Klar ist: Nach Fichtelberg kommen weniger Gäste. Knapp 75 000 waren es vergangenes Jahr, fast 7000 weniger als im Jahr zuvor. Auch wenn man die Zahlen dadurch bereinigt, dass es keinen Zeltlagerring mehr gibt, der 5600 Übernachtungen zusätzlich brachte: Der Rückgang ist besorgniserregend. Der Wunsch etwas dagegen zu tun, kam aus den Reihen der Vermieter selbst. Der neue Arbeitskreis soll, so Munder, ein Symbol sein. Dafür, dass es wieder nach vorne geht. „Und dass die Menschen wieder miteinander reden“, sagt Vermieterin Steinkohl.

„Es müssen Leute vorangehen, die etwas in die Hand nehmen, was aufs Papier bringen und es den anderen sagen.“ Werner Pürner verkörpert am deutlichsten den neuen Fichtelberger Geist. Bei der Gründung des neuen Arbeitskreises diese Woche trat er erstmals öffentlich auf. Der 55-Jährige wird neuer Betreiber des Hotels am Fichtelsee, bei dem sich nicht nur der Namen ändern soll. „Wir haben wirklich Touristisch was vor da hinten“, sagt Pürner. Beach-Volleyballfelder, Duschen für die Badegäste und eine „Illumination“ des Fichtelsees. Das Hotel soll nach dem Umbau ein „Zugpferd“ werden für Gemeinde und Region. „Ganz egal, ob die Gäste im Ort übernachten oder in Bischofsgrün“, sagt Pürner. Die Zeit des Kirchturmdenkens sei vorbei.Und die des Jammerns sowieso. Es bringe nichts, immer wieder über die langen Straßenbaumaßnahmen zu schimpfen oder die fehlende Therme. Oder über den Leerstand in einer der wichtigsten Ortsstraßen. Das sei nicht Sache der Gemeinde, sagt Pürner. „Das sind alles Eigentümer.“ Dort liege auch die Verantwortung.

Sechs Fichtelberger Vermieter sind in dem Arbeitskreis, vom Hotelier bis zum kleinen Anbieter. Um schlagkräftiger zu sein, habe man die Zahl klein gehalten, sagt Pürner. Erste Vorschläge gab es auch schon, etwa ein Shuttle-Service für Gäste zum Ochsenkopf oder ein Gäste-Biathlon. Eines ist Pürner wichtig: Es müsse auch mal schnell gehen, kein langer Behörden-Genehmigungsweg. „Wenn wir die Beschilderung angreifen müssen, dann ohne Anträge an Gott und die Welt“, sagt er. Das dauere zu lange. „Wir müssen jetzt anpacken.“

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