Andreas Dreitz bei der 70.3-WM Achter

Auf dem Rad gehörte Andreas Dreitz wieder einmal zu den Besten. Beim Laufen konnte er den Anschluss zur absoluten Spitze aber nicht mehr ganz halten. Foto: Imago

Seinen Platz in der Weltelite auf der Mitteldistanz unterstrich Andreas Dreitz einmal mehr bei der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. In dem hochkarätigen Feld mit den Besten der Welt, zum Teil auch von der Lang- oder der Kurzdistanz, erreichte der in Bayreuth lebende Lichtenfelser den achten Rang.

„Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, aber es war nicht ganz das Rennen, das ich erhofft hatte“, äußerte sich Dreitz auf seiner Facebook-Seite. „Ich hatte ein solides Rennen hinter großen Athleten.“ Die 1,9 Kilometer Schwimmen im Tennessee-River, 90 Kilometer auf dem Rad und den abschließenden Halbmarathonlauf (insgesamt 70,3 Meilen) bewältigte der 28-Jährige in 3:56:33 Stunden.

Damit lag er knapp sieben Minuten hinter dem spanischen Sieger Javier Gomez, der in 3:49:44 seinen Titelgewinn von 2014 wiederholte, aber noch bekannter als Kurzdistanz-Triathlet ist (fünfmaliger Weltmeister). Zweiter wurde der US-Amerikaner Ben Kanute in 3:51:06 Stunden vor dem Briten Tim Don in 3:51:59.

Beste deutsche Athleten auf Rang fünf und sechs

Die besten deutschen Athleten verpassten zwar das Podium, hinterließen aber auf den Rängen fünf, sechs und acht einen starken Gesamteindruck. Noch etwas schneller als Andreas Dreitz waren Sebastian Kienle (Tri-Team Heuchelberg), der nach dem Gewinn der Langdistanz-WM auf Hawaii 2014 in den beiden folgenden Jahren jeweils Vizeweltmeister auf der Mitteldistanz geworden war, in 3:54:44 sowie Maurice Clavel (AST Süßen), Vizeeuropameister von 2014 (3:55:17).

Als Vorteil für die von der Kurzdistanz kommenden Athleten galt die Tatsache, dass beim Schwimmen auf Neopren-Anzüge verzichtet werden musste. Davon profitierte neben Gomez auch Kanute (Olympia-Teilnehmer 2016 in Rio), der nach 24:03 Minuten noch fünf Sekunden vor dem Spanier aus dem Wasser stieg.

Dreitz und Kienle finden Anschluss auf dem Rad

Von den späteren zehn Bestplatzierten hatten Dreitz (26:39) und Kienle (28:22) beim ersten Wechsel den größten Rückstand zur Spitze. Auf dem Rad fanden sie dann aber den Anschluss an eine elfköpfige Verfolgergruppe, die vier Minuten nach dem allein vorausfahrenden Kanute zum zweiten Wechsel kam. Kienle war in 2:07:45 sogar noch schneller als der führende Amerikaner (2:08:10), und Dreitz gehörte in 2:09:16 ebenfalls zu den Besten auf dem Rad.

Beim Laufen verlor der Bayreuther aber bald den Anschluss an die Spitze. Letztlich lieferte er sich mit Tyler Butterfield von den Bermudas einen Zweikampf um den siebten Platz, den er trotz der um zwölf Sekunden besseren Laufzeit (1:17:14) insgesamt um 13 Sekunden verlor. An der Spitze glänzte Gomez als schnellster Läufer (1:10:29), er zog nach halber Strecke an Kanute vorbei und nahm dem Amerikaner in dieser Disziplin fast sechs Minuten ab.

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