Altstädter wollen zum Saisonstart siegen

Jede Menge Anlass zum Feiern gab es beim letzten Aufeinandertreffen mit dem FV Illertissen in Bayreuth: Auf dem Sportgelände des BSC Bayreuth-Saas gelang ein 4:0, Kapitän Kristian Böhnlein (Nummer 36) traf zweimal. Foto: Peter Kolb

Diesmal soll es mit dem Auftaktsieg klappen: In den drei bisherigen Spielzeiten in der Regionalliga Bayern gelang der SpVgg Bayreuth noch nie ein Dreier zum Saisonstart. Einem 1:1 gegen Wacker Burghausen folgte ein 0:1 gegen den SV Schalding-Heining – und das 2:4 in der abgelaufenen Serie auf der Grünen Au in Hof waren wohl die schwärzesten Altstädter 90 Minuten der vergangenen Jahre. Am Freitag um 18.30 Uhr stellt sich am ersten Spieltag mit dem FV Illertissen der letztjährige Tabellenfünfte im neu gestalteten Hans-Walter-Wild-Stadion vor.

Die Bilanz der zurückliegenden Jahre spricht für die SpVgg Bayreuth: drei Siegen steht nur eine Niederlage gegenüber, zweimal teilte man sich die Zähler. Dennoch ist Trainer Marc Reinhardt vorsichtig mit einer Prognose: „Die Illertisser sind ein Gegner, den ich ganz auf Augenhöhe sehe. Sie haben eine gestandene Mannschaft mit nur einem namhaften Abgang.“ Mit Lukas Kling veränderte sich der Kapitän und mit neun Treffern beste Torschütze in Richtung FC Schweinfurt 05. Doch wurde diese Lücke mit jungen, hungrigen Spielern gestopft. „Es ist vor dem ersten Spieltag natürlich immer schwer einzuschätzen, wo man im Vergleich zum Gegner steht“, weiß Reinhardt, der eine offene Partie erwartet: „Kleinigkeiten können da den Ausschlag geben. Und Fehler dürfen wir uns nur ganz wenige erlauben.“

Ihre Qualitäten haben die Mittelschwaben bei Standardsituationen. „Da werden wir besondere Vorsicht walten lassen müssen“, sagt Reinhardt. „Vor allem, weil wir am ersten Spieltag noch nicht wissen, wie zum Beispiel ihre Ecken oder Freistöße geschlagen werden – uns fehlt da schlichtweg noch das Scouting.“ So nimmt er jeden seiner Spieler in die Pflicht. „Torverhinderung ist die oberste Maxime.“ Auf der anderen Seite sollten aber auch die Gäste nur wenig über die Altstädter Varianten wissen. „Bislang war das alles nicht so schlecht“, blickt Reinhardt auf die vergangenen Vorbereitungswochen zurück: „Mehr als ein Drittel unserer Tore haben wir da durch Standards erzielt. Das kann durchaus zu einer Waffe werden.“

Fast alle Mann an Bord

Personell kann der Bayreuther Übungsleiter zum Saisonauftakt nahezu aus dem Vollen schöpfen: Zu den noch etwas länger ausfallenden Tobias Ulbricht und Dominik Schmitt (beide im Aufbautraining) gesellte sich in den vergangenen Tagen nur noch Martin Kovac. Der 24-jährige frühere tschechische Juniorennationalspieler, der vom Kreisklassisten TSV Marklkofen kam, musste der Trainingsbelastung Tribut zollen und fällt wegen eines Patellaspitzensyndroms vorerst aus. Entwarnung gab es bei Patrick Weimar: Der 21-jährige Angreifer hatte sich im letzten Test gegen die SpVgg Bayern Hof (4:1) eine Fußprellung zugezogen, kann aber auf einen Einsatz hoffen.

Wer letztlich von Anfang an zum Einsatz kommt, bleibt nach wie vor noch ein Geheimnis. Aber Reinhardt ist guter Dinge, dass die Elf, die er aufs Feld schicken wird, sein Vertrauen rechtfertigt: „Es werden die Spieler spielen, die uns in der Vorbereitung am meisten überzeugt haben. Wir werden jedenfalls eine gute Mannschaft auf dem Platz haben.“

Positiv gestimmt ist auch Kristian Böhnlein, der seit vergangenen Oktober die Kapitänsbinde von Tobias Ulbricht übernommen hat. Er hat eine klare Zielsetzung: „Wir wollen guten Fußball spielen und die Fans zu Hause ins Stadion locken. Und wir wollen in diesem Jahr mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Vielleicht geht noch mehr: „Jeder Sportler möchte doch vorne mitspielen. Und wir haben ein gutes Team für die neue Saison.“

Aufgebot

SpVgg Bayreuth: Veigl, Hempfling – Renger, Kolbeck, Weber, Dengler, Makarenko, Böhnlein, Wolf, Weimar, Knezevic, Hobsch, Schneider, Bruno, Held, Golla, Peeters, Küfner, Langlois, Michaelis.

SR: Florian Fleischmann (Kreith).

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