Altstadt-Kult eröffnet neues Museum

Im Herzstück des neuen Museums: Altstädter Fans und Museumsleiter Jürgen Rank (weißes T-Shirt) schwelgen in Erinnerungen. Foto: Peter Kolb

Die Fans des Regionalligisten SpVgg Bayreuth haben wieder eine Anlaufstelle – in der sie auch in die Vergangenheit des Vereins abtauchen können: Der Fanclub Altstadt-Kult eröffnete sein neues Museum.

Der „Kult“, wie er in Fankreisen nur genannt wird, hatte das vorherige Museum wegen Renovierungsarbeiten verlassen müssen. „Das war im ersten Moment natürlich ein Schock“, sagt Museumsleiter Jürgen Rank, der den Verein 1990 mit ins Leben gerufen hat. Als Nachfolgeobjekt wurde eine ehemalige Gaststätte in der Erlanger Straße gefunden, in dem einst das Studentenlokal „Pritscherprackl“ zu Hause war. In den vergangenen Wochen renovierten zahlreiche Helfer die neuen Räumlichkeiten. „Da ist wahnsinnige Arbeit geleistet worden“, sagt Rank, der auf mehrere tausend Arbeitsstunden im neuen Museum kommt. „Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, denke ich.“

Am Donnerstag verschafften sich zunächst geladene Gäste einen Eindruck, am Samstag stieg die offizielle Einweihungsparty. Besonders der neu gestaltete Museumsraum beeindruckte die etwa 300 Gäste. Hier finden sich verschiedene Gegenstände aus der Geschichte des Traditionsvereins: das Original-Trikot des Siegtorschützen Uwe Sommerer vom Pokalsieg gegen den FC Bayern am 12. Januar 1980 zum Beispiel, diverse Spielerpässe (unter anderem Armin Veh) oder Anzeigetafel und Lautsprecher von der Anlage auf der Jakobshöhe. Einen Ehrenplatz bekommen die neuesten Devotionalien: Der Ramsenthaler Holger Gotthardt überreichte Rank das Nationaltrikot und die Fußballschuhe der Altstädter Legende Fritz Semmelmann.

Tolle Fotos und SpVgg-Karikaturen

Im Vergleich zum alten Museum in den Markgrafenhallen wirkt der Raum aufgeräumter, edler: „In den letzten Jahren sind sehr viele Gegenstände dazugekommen, da hat man schon etwas den Überblick verloren“, sagt Rank. Der Umzug diente deshalb gleichzeitig als Anlass, die Ausstellung zu überdenken und neue Prioritäten zu setzen. „Wir haben dabei tolle Fotos gefunden, SpVgg-Karikaturen aus der Zeitung, verschiedene Anekdoten aus der Geschichte. Der Museumsraum hat jedenfalls eine deutliche Aufwertung erhalten.“ Verloren gehen soll künftig nichts mehr: Sämtliche Gegenstände werden digitalisiert und können auf einem großen Flachbildfernseher betrachtet werden.

Das neue Museum will die Geschichte des Vereins erzählen und gleichzeitig Begegnungsstätte der Anhänger sein. „Es ist für die vierte Liga schon etwas Besonderes, dass wir so einen Treffpunkt für alle Fans haben. Und wir hoffen, dass auch die Spieler häufiger nach den Spielen vorbeischauen.“ Das aktuelle SpVgg-Regionalligateam war bereits zu Gast im Museum, vor allem für die Neuzugänge war der Einblick in die Vergangenheit ihres Klubs beeindruckend. „Ich hoffe, sie verstehen dadurch, dass sie nicht für irgendeinen Verein spielen“, sagt Rank.

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