Altstadt klarer Außenseiter

Schon fünfmal einen Treffer bejubeln durfte der Schweinfurter Torjäger Adam Jabiri. Zusammen mit Timo Gebhart, Sascha Mölders (beide 1860 München), Alexander Nollenberger (FV Illertissen) und Yomi Scintu (VfB Eichstätt) führt der bereits 33-Jährige die Regionalliga-Torschützenliste an. Foto: Imago/Frank Scheuring

Das wird eine Nagelprobe für die SpVgg Bayreuth (6.): Am Samstag um 14 Uhr erwartet das junge Team von Trainer Marc Reinhardt keinen Geringeren als den Meisterschafts-Mitfavoriten FC Schweinfurt 05. „Wir sind nur Außenseiter“, gesteht der Altstädter Coach vor dem Duell mit dem Tabellendritten der Regionalliga Bayern.

Es hätte ein echtes Topspiel werden können, doch verbauten sich die Bayreuther ihre gute Ausgangsposition durch den Negativlauf mit nur einem Zähler aus den vergangenen drei Partien. „Vor allem in den letzten beiden Spielen ist es für uns richtig blöd gelaufen“, erinnert sich Reinhardt. „In Unterföhring haben wir uns den Dreier in der Nachspielzeit noch nehmen lassen und nur 2:2 gespielt, und in Seligenporten haben wir einen gebrauchten Tag erwischt. Wobei ich der Mannschaft, was das Engagement angeht, nicht einmal einen Vorwurf machen möchte.“ Allerdings kritisiert der 31-Jährige, dass das Team seine Leistung nicht abgerufen habe: „So werden wir in der Liga kein Spiel gewinnen.“

Gegen Schweinfurt soll alles anders werden. „Wenn wir an die Leistungen aus den ersten drei Spielen anknüpfen können, dann sehe ich durchaus Chancen für uns, zu Punkten zu kommen. Dazu dürfen wir aber weniger Fehler als zuletzt machen – am besten gar keine. Dann können wir die Schweinfurter sicherlich ein wenig ärgern.“

"Wollen uns nichts vorwerfen lassen"

Als Minimalziel streben die Altstädter einen Zähler an. „Wir werden am Ende sehen, was rauskommt. Wichtig ist, dass wir nach der Partie sagen können, dass wir alles gegeben haben. Auch wenn wir leer ausgehen sollten, wollen wir uns nichts vorwerfen lassen“, findet Reinhardt klare Worte. „Schweinfurt hat eine Top-Mannschaft und ist auf allen Positionen sehr gut besetzt. Wir brauchen einen richtig guten Tag, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

Die Hoffnungen, dass Mittelfeldregisseur Anton Makarenko (Ödem im Knie) und Stürmer Patrick Weimar (Rippenprellung) gegen Schweinfurt wieder mit an Bord sind, werden sich nicht erfüllen. „Es wird nicht ganz klappen“, sagt Reinhardt. Weimar befinde sich zwar im Aufbautraining, doch ein Einsatz komme für ihn noch zu früh. „Und bei Anton müssen wir noch eine Weile abwarten.“ Soll also heißen, dass genau die Mannschaft die Chance zur Wiedergutmachung erhält, die beim Angstgegner in Seligenporten 0:2 den Kürzeren zog.

Schweinfurts Trainer lobt seinen Gastgeber

Für die Altstädter findet der Schweinfurter Trainer Gerd Klaus nur lobende Worte. Der Coach hebt sogar warnend den Zeigefinger. „Da kommt einiges auf uns zu“, sagt der 46-jährige Übungsleiter, der noch bis zum 30. Juni 2018 bei den Schnüdeln auf der Kommandobrücke steht. „Ich habe zwei, drei Spiele gesehen, die spielen einen sehr guten Fußball mit Dreier-, beziehungsweise Fünferkette in der Abwehr. Das ist eine super Mannschaft. Und für mich ein kleiner Geheimfavorit, auch wenn es für ganz vorne nicht reichen wird.“

Respekt zollt Klaus auch den Bayreuther Neuzugängen. Und da haben es ihm zwei besonders angetan: Den ehemaligen Cluberer Ivan Knezevic, der in den bisherigen sechs Saisonspielen schon viermal getroffen hat, hätten die Unterfranken vor der Saison gerne ins Willy-Sachs-Stadion gelotst. Und auch Knezevics Sturmpartner Patrick Hobsch, der bekanntlich aus Seligenporten kam und bislang dreimal für seinen neuen Arbeitgeber einnetzte, war schon einmal ein Thema.

Die Stimmung bei den Schweinfurtern ist nach dem Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde, die morgen ab 18 Uhr im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost wird, natürlich bestens. Blessuren habe keiner vom Pokalerfolg gegen den Zweitligisten SV Sandhausen (2:1) davongetragen: „Alle Mann sind topfit“, freut sich der Trainer. Entsprechend vertraut Klaus weiter der eingespielten Stammformation: „Vom Gefühl her möchte ich auch jetzt auf diese Mannschaft setzen. Für mich ist es interessant, wie die Jungs das Ganze vom Kopf her verkraften, ich bin gespannt auf die Reaktion. Da will ich gar nicht jonglieren oder rumeiern.“

SpVgg Bayreuth: Hempfling, Veigl – Schneider, Dengler, Kolbeck, Held, Golla, Weber, Schmitt, Wolf, Renger, Böhnlein, Hobsch, Bruno, Knezevic, Kovac, Ulbricht.

FC Schweinfurt 05: Eiban (Paulus) – Messingschlager, Strohmaier, P. Wolf, H. Paul – Fery, C. Kracun – Willsch, Jelisic, Krautschneider – Jabiri; Pieper, Weiß, Janz, Fritscher, Schlicht, Waigand.

SR: Lothar Ostheimer (TSV Sulzberg).

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