Alles für den schönsten Tag

Im Alten Schloss fand am Wochenende die Hochzeitsmesse des Nordbayerischen Kuriers statt. Foto: Ralf Münch

Wenn man den richtigen Partner gefunden hat, dann ist eine Hochzeit die richtige Sache. Und die will gut geplant und vorbereitet sein. Das konnte man am Wochenende im Alten Schloss bei der Pegnitzer Hochzeitsmesse gleich machen.

Veranstaltet vom Nordbayerischen Kurier mit Unterstützung des Vereins „Unser Pegnitz“ eine an beiden Tagen gut besuchte Veranstaltung. Die Besucher konnten sich bei den 16 Ausstellern über die passende Garderobe samt dazu gehörendem Blumenstrauß, das perfekte Make-up, unvergessliche Bilder, Trauringe, Styling, Essen und Ambiente informieren und viele gute Ideen mit heim nehmen.

Alles gut gestalten

„Eine Hochzeit ist etwas, wenn man den besten Partner gefunden hat“, sagte Kurier-Geschäftsführer Serge Schäfers bei der Eröffnung. Er erinnere sich an seine eigene Hochzeit, auch wenn sie schon etwas her ist, immer gern zurück. „Das ist der schönste Tag im Leben und der sollte gut gestaltet sein.“

Man wolle näher ran an die Menschen, das Leben und die schöne Region abbilden, sagte der neue Chefredakteur Torsten Geiling. „Der Kurier ist mehr als eine Tageszeitung“, betonte er. Nachrichten bilden ab, legen manchmal den Finger in Wunden und können auch gut sein, so wie eben eine Hochzeit. „Das will der Kurier transportieren“, so Geiling.

Einzelhandel näher an den Menschen bringen

Für Bürgermeister Uwe Raab ist die Messe vor allem Gelegenheit, den Standort Pegnitz und die Einzelhändler näher an die Menschen heranzubringen. „Das ist gerade bei der sich ändernden Struktur, hin zum Internet-Handel, oft eine Herausforderung“, so Raab.

Florian Neukirchner und Franziska Hoffmann wollen im August heiraten. Für die kirchliche Trauung haben sie schon fast alles, auf der Messe wollen sie noch nach Ringen und Blumenschmuck schauen. „Und nach Garderobe für die standesamtliche Trauung“, sagt der Bräutigam. Die beiden haben an Tracht gedacht. Und auch bei den Ringen sind sie sich schon ziemlich einig, was es sein soll. „Wir haben welche aus Rotgold mit einem Meteorit gesehen – das wäre es“, sagen die beiden.

Querschnitt der aktuellen Kollektion

Eine Auswahl an langen Brautkleidern hat das Hochzeitshaus in Bayern und Bella Figura – ein Spezialgeschäft für Brautmode in Übergrößen – dabei. Es ist ein Querschnitt aus den aktuellen Kollektionen von schlicht bis zur glitzernden Prinzessin, sagt Geschäftsführerin Eva Frank. Neben dem klassischen Weiß und Cremefarben gibt es auch Modelle in einem zarten Blau, Rosé oder mit Blumenmuster unterlegt. „Zwar gibt es in der Brautmode Trends, aber es kommt hauptsächlich darauf an, dass die Braut sich in ihrem Traumkleid wohl fühlt“, so Frank. Dieses Jahr sind Spitze in Tattoo-Optik, Rosé- und Pfirsichtöne oder Satinröcke mit Seitennahttaschen im Trend. Rund zwei Stunden dauert die Auswahl meist, die Wartezeit ist dann mit drei bis sechs Monaten wesentlich länger. „Etwa drei bis sechs Monate“, so Frank. Denn jedes Modell wird individuell in Italien, Spanien oder Polen genäht. Das habe sich im Vergleich zu früher geändert. Die Preislage ist zwischen 800 und 2300 Euro, so Frank weiter. Unikate können in der hauseigenen Schneiderei angefertigt werden.

Manchmal geht es früh los

Früh los geht es manchmal für die Visagistinnen des Creußener Trendraums. „Wenn die Trauung schon um 9 Uhr ist, dann kommt die Braut sehr zeitig“, sagt Chefin Iris Hofmann. Das Früheste war mal 4 Uhr. „Aber wir können uns danach wieder hinlegen, die Bräute müssen den ganzen Tag durchhalten“, sagt sie lachend. Auf was kommt es beim guten Make-up an? „Gute Grundierung, Haltbarkeit und Typ gerecht“, sagt Visagistin Lorena Zimmermann. Meist haben die Bräute ein Bild dabei, wie sie sich ihr Outfit an der Hochzeit vorstellen. Gewünscht werden oft natürliche und goldene Farbtöne, hat Meike Karl festgestellt. Und im Kommen sind wieder frische Blüten oder Kränzchen im Haar, sagt Hofmann.

Neben dem klassischen Hochzeitsmenü und der dazugehörigen Tischdeko ist jetzt auch Fingerfood im Kommen. „Viele Brautpaare machen nach Standesamt oder Kirche einen kleinen Empfang“, sagt die Michelfelderin Beate Ziegler, die diese Geschäftsidee seit 2012 umsetzt. Dabei geht das Angebot von süß bis herzhaft, aber auch Vegetarisches gibt es. Ziegler kreiert aber nicht nur bei Hochzeiten, sondern bietet ihre Häppchen auch bei Geburtstagen oder Firmenfeiern an.

Große Sträuße

Einen Trend, hin zu größeren Sträußen, hat Alexandra Körber vom Pegnitzer Geschäft Blütenzauber festgestellt. „Klassisch sind die Farbtöne in Rot und Weiß“, sagt sie. Ansonsten alles, was der Braut gefällt. Im Kommen sind auch eher natürliche Kreationen. Zum Aussuchen kommt die Braut nicht alleine, sondern der zukünftige Mann ist dabei. „Der Bräutigam muss da schon auch mitreden, ob es ihm gefällt“, sagt Körber. Dann wird der Strauß auch gut versteckt, wenn die Braut beim Abholen von Tischdeko und Kirchenschmuck dabei ist. „Der Bräutigam holt den Strauß allein, kurz vor der Trauung“, sagt sie. Alles andere bringt Unglück.

 

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