Ab in den Container Platz für 24 Heinersreuther Krippenkinder

Wohin mit den Krippenkindern? Die Nachfrage in Heinersreuth ist so groß, dass jetzt zwei Container angeschafft werden müssen. Symbolfoto: Archiv/dpa/Frank Rumpenhorst

HEINERSREUTH. Container anmieten oder doch gleich kaufen? Um der Raumnot in den Heinersreuther Kindergärten Herr zu werden, muss die Gemeinde heuer rund 190.000 Euro in die Hand nehmen. In zwei Containern werden dann ab Herbst 24 Kinder in zwei Krippengruppen auf einer Fläche von 227 Quadratmetern Platz finden.

Die Frage, ob es nicht besser wäre, die mobilen Lösungen gleich zu kaufen, wurde vor allem zwischen Reiner Böhner, SPD, und Werner Kauper, CSU kontrovers diskutiert. Gut nachgefragt auch nach zwei Jahren oder dann schon Sondermüll? Die Frage lässt sich in der Diskussion nicht beantworten. Die salomonische Lösung: die Gemeinde mietet mit Option auf Kaufrecht. Mit der Weichenstellung in der ausnahmsweise öffentlichen Bauausschusssitzung war Bürgermeisterin Simone Kirschner sehr zufrieden. „Ich glaube, wir haben die Kurve ganz gut gekriegt.“

Neben der Schulturnhalle

Mitte Juli sollen die Container auf dem Hartplatz neben der Schulturnhalle aufgestellt werden. Die geschätzten Gesamtkosten (einschließlich Aufstellen und Erschließung): rund 300.000 Euro. „Wobei vieles vom Bauhof leistbar sein wird“, ist sich Kirschner sicher. Stromanschlüsse seien bereits vorhanden.

Auf zwei Jahre begrenzt

Rein kaufmännisch beleuchtet Werner Kauper die Debatte, „weil ich mir nicht sicher bin, ob wir nach zwei Jahren bereits einen Neubau haben werden.“ Kirschner ergänzt, dass das Container-Provisorium ohnehin nur auf diesen Zeitraum möglich sei. Längerfristig angelegte Varianten – in anderen Bundesländern an der Tagesordnung – unterlägen anderen Vorschriften. „Das kostet etwa 100.000 Euro mehr“, informiert Verwaltungsleiter Danielo Heidrich. Hinzu käme, dass – bedingt durch die Mehrkosten – ein Nachtragshaushalt nötig wäre. „Und das wäre zeitlich gesehen schon sportlich,“ meint Böhner,

Umgeschaut in der Region

Umgeschaut haben sich die Gemeinderäte in zwei Kindergärten im Landkreis Bayreuth, die bereits mit Container-Lösungen arbeiten, in Bindlach und Eckersdorf. „Wir wissen jetzt genau, worauf wir achten müssen,“ sagt Kirschner. „Auf Heizkörperverkleidung und Übergänge und auf Akkustikplatten.“ Die unterschiedlichen Varianten sind entweder mit Hartschaum oder mit Mineralwolle isoliert, und dementsprechend unterschiedlich teuer.

Monatlich 8000 Euro

Der Mietpreis pro Monat (auf zwei Jahre gerechnet) liegt zwischen 6000 und 9000 Euro pro Container. Eine Kostensteigerung habe sich in der Zwischenzeit auch ergeben, weil das Landratsamt die neue Feuerschutzverordnung zugrunde legt.

Die Bauausschussmitglieder einigen sich einstimmig auf das Angebot der Firma Containerland in Friedrichshafen. Im Haushalt sind entsprechend Mittel dafür vorgesehen.

Neue Möbel

Mit rund 50.000 bis 60.000 Euro schlägt außerdem die Einrichtung zu Buche. Die wiederum soll aber so angeschafft werden, dass sie für den späteren Neubau Verwendung finden kann, erklärt Nicole Potzel, die das Raumkonzept vorstellt.

 

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