A-Z: Tausendpfund und die Geschichte

Walter Tausendpfund hat viele Bezüge zu Plech. Foto: Ralf Münch

Walter Tausendpfund ist ein Name, der für Plech steht – und das, obwohl der ehemalige Gymnasiallehrer, Historiker und Mundartdichter aus Mittelfranken stammt, in der Oberpfalz sein Abitur machte, in Erlangen studierte und seit über 35 Jahren in Pegnitz lebt. „Das liegt daran, weil ich für Plech schon etliches gemacht habe“, erklärt Tausendpfund. Er hat beispielsweise das Festprogramm zur 750-Jahrfeier geführt. Am wichtigsten ist ihm selbst seine Arbeit am Plecher Heimatbuch.

Was verbindet Sie mit Plech?

Walter Tausendpfund: Wir arbeiten zurzeit an der dritten Version der Plecher Chronik, des Heimatbuches. Das wird aktualisiert und neu gestaltet. Meine Rolle dabei ist sozusagen die des Schriftleiters. Dass man die vielen Leute, die daran mitwirken, zusammenruft, einen roten Faden reinbringt, Verbindungen herstellt. Dadurch bin ich seit gut 25 Jahren eng mit Plech verbunden. Ich habe aber schon immer engen Kontakt zu Plech gehabt. Ich war vor allem auch interessiert daran, dass der Ort in den Fränkische-Schweiz-Verein zurückfindet. Sie müssen sich vorstellen, dass Plech ja schon arg am östlichen Rand der Fränkischen Schweiz liegt. Da kommen Fragen auf: Gehören wir dazu? Sind wir eigenständig? Oder gehören wir zur Fränkischen Alb? Was haben wir davon? Inzwischen ist Plech die 45. Ortsgruppe des Vereins, wir haben eine Ausgabe der Vereinszeitschrift für Plech gemacht, und einige Veranstaltungen in Plech durchgeführt wie heuer den Volksmusiktag.

Was verbinden Sie mit Plech?

Tausendpfund: Erstens: Es ist ein kleiner Ort mit Bergmannsgeschichte – weil ja in Plech früher Eisenerz gefördert und verarbeitet wurde. Außerdem ein Ort, der eng mit Nürnberg und dem 1. FC verbunden ist. Da gab es den erfolgreichen Mittelstürmer Heinz Strehl mit Wurzeln in Plech. Natürlich hat man immer auch auf das Fränkische Wunderland geschaut, der Märchenpark, der jetzt wieder zum Leben erweckt wird. Dann ist da eine Bevölkerung mit sehr viel Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – das rührt vielleicht von der Lage her – man empfindet sich als etwas Besonderes, so abgeschieden vom Veldensteiner Forst mit Distanz zu Neuhaus und weg von Betzenstein. Und das in so schöner Umgebung!

Plech, das kling für Fremde nach Pech. Sehen Sie, als Heimatdichter, da irgendeinen Zusammenhang?

Tausendpfund: Da habe ich noch nie einen Zusammenhang gesehen. Das ist mir noch nie untergekommen. Aber was mir die Plecher so sympathisch macht, das sieht man auch an dem Theaterstück, das ich für die Theatergruppe geschrieben habe: Man geht sehr locker mit den eigenen Volkssagen um, obwohl sie dabei nicht gut wegkommen. Da ist vielmehr eine große Heiterkeit. Und Interesse.

Wovon hätten die Plecher gut und gerne Tausend Pfund verdient?

Tausendpfund: Also ich wünsche den Plechern dass sie weiterhin so viel Humor haben, ihr Schicksal gelassen und mit Heiterkeit tragen. So wie sie in der Landschaft angesiedelt sind, die Lage ist ja doch eine Randlage, aber in Nähe zur Autobahn – da muss man das Beste draus machen.

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