1:0-Erfolg beim Spitzenreiter Neudrossenfeld siegt bei Eintracht Bamberg

Gratulationscours für den Siegtorschützen: Stefan Kolb (Dritter von rechts) hatte gerade den Handelfmeter zum 1:0 verwandelt. Foto: Peter Mularczyk

FUßBALL. Das waren eminent wichtige drei Zähler für den TSV Neudrossenfeld in der Landesliga Nordost: Im Topspiel vor nahezu leeren Rängen – der Bayerische Fußballverband hatte dem Heimverein, wie gemeldet, ein „Geisterspiel“ verordnet – gewannen die Grün-Weißen beim Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg mit 1:0 (0:0) und verkürzten den Abstand zu den Domstädtern auf einen Zähler. Und der neue Tabellenzweite vom Weinberg hat noch ein Spiel weniger ausgetragen...

Es waren 95 aufregende Minuten mit einem glücklichen Ende für die Neudrossenfelder. In einer ungemein spannenden Partie voller Aggressivität und Hektik gelang es den Bambergern trotz intensivster Bemühungen nicht, das Bollwerk der Gäste zu durchbrechen. Zumal diese in Tobias Grüner einen überragenden Torhüter hatten, der die gegnerischen Stürmer schier zur Verzweiflung trieb. So machte er bereits zu Beginn (4. und 8.) zwei Großchancen zunichte, dann parierte er glänzend einen Kopfball des Ex-Altstädters Tobias Ulbricht (20.) aus der Nahdistanz und löste zwei schwierige Aufgaben (38. und 40.) mit starken Paraden. Die Elf von Trainer Werner Thomas verlegte sich trotz Überzahl ausschließlich auf Konter. Die daraus resultierenden Chancen wurden aber durch Stefan Kolb (45.) und gleich danach Hannes Greef leichtfertig ausgelassen. Die Schlüsselszene der Partie hatten die wenigen Zuschauer da schon gesehen: In der 25. Minute hatte der Bamberger Robin Renner per Hand ein TSV-Tor verhindert, die Strafe folgte auf dem Fuß: Rot für den Bamberger, den fälligen Strafstoß verwandelte Kolb mit ein bisschen Glück zur Führung.

Auch danach war die eindeutige Marschroute der Gastgeber: Stürmen, was das Zeug hält. Die beste Möglichkeit hatte das Hutzler-Team nach der Pause: Lukas Schmittschmitt (67.) traf mit einem raffinierten Freistoß nur das Lattenkreuz. Und Grüner fischte noch einen genau gezirkelten Schuss von Schmitt (75.) mit einer Flugparade aus dem linken Torwinkel.

Werner Thomas: "Wir haben auch Glück gehabt."

Letztlich blieben die nicht konsequent genug genutzten Konterchancen seines Teams das Einzige, was Gästecoach Thomas zu kritisieren hatte. „Meine Jungs haben jedoch vorbildlich bis zur letzten Minute gefightet mit ganzem Kämpferherzen. Wir haben aber auch Glück gehabt“, gab er offen zu, sah sich aber durch eine couragierte Leistung belohnt.

Sein Pendant Michael Hutzler verzweifelte fast: „So viele Chancen, und du stehst am Ende mit leeren Händen da.“ Neudrossenfeld habe sich den Sieg nicht verdient, es sei ein Spiel auf ein Tor gewesen“, fügte er etwas angefressen hinzu. Für die Gäste war das 1:0 nach dem Debakel des Vorwochenendes zu Hause gegen Schwabach (0:4) Balsam auf der Seele. „Wir haben Moral bewiesen“, fasste es Stefan Kolb zusammen, der neben Grüner einer der Besten war. Aber auch die Abwehr um die Organisatoren Carsten Hahn und Daniel Gareis gab keinen Quadratzentimeter Boden preis. Bamberg besaß in Ulbricht, Schmittschmitt und Görtler starke Offensivkräfte, denen allerdings das Schussglück fehlte.

FC Eintracht Bamberg: Dellermann – Popp, Kollmer (72. L. Reischmann), Schmitt (85. Bube), P. Görtler, Linz, Ulbricht, M. Reischmann, Renner, Schmittschmitt, Jessen (85. Dümig).

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Pauli (83. Möckel), Hahn, Kolb, Hoffmann, Pötzinger, Hacker, Schelenz (72. Schneider), Podgur, Greef (65. Bargenda).

SR: Steigerwald (Karlstadt); Zuschauer: 60.

Tor: 0:1 Kolb (26. – Handelfmeter).

Rote Karte: Renner (Bamberg/25. – Handspiel).

 

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