Willkommen im Zeitalter der Lügen

Die Amtszeit Donald Trumps beginnt mit einem Angriff auf die Demokratie: Lügen sind ab sofort keine Lügen mehr – sie behaupten lediglich „alternative Fakten“. Das ist gefährlich - nicht nur für die USA, sondern für alle Demokratien.



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Kommentare

Trump erzählt keine Lügen, er erzählt, was er für wahr hält!
Wie hieß doch der Titel aus "Natural Born Killers" von A.O.S gleich noch?
"History Repeats Itself"

Als am 11.11.2015 in Warschau polnische Bürger unter der Losung ""Marsz Niepodległości 2015 - zapis całości" demonstrierten, schrieb ARD.de am 11. November unter der Überschrift "Fremdenfeindlicher Protest in Warschau", dass 25.000 "Nationalisten" am polnischen Unabhängigkeitstag auf die Straße gegangen seien.
Welt.de schrieb "Zehntausende", "Zeit.de" und "tagesspiegel.de" schrieben fast einhunderttausend.
Wen die tatsächliche Anzahl interessiert: Das Video gibt´s auf YouTube.
Ich habe mal eine fachliche Frage an den Journalisten Christophe Braun zum Thema.
Wie bewertet er denn das Gigapixel-Foto von der Inauguration Trumps, das auf der folgenden Qualitätsmedienseite zu finden ist:

edition.cnn.com Gigapixel: The Inaugurationen of Donald Trump

Kleiner Tipp: Man kann mit der Maus (oder bei Tablets mit dem Finger) das Foto in alle Richtungen drehen und auch vergrößern.

Ich wäre für eine ehrliche Antwort sehr dankbar.
URL des Fotos???
I wead an Teifi tuan und hier nen externen Link reinsetzen! Herr Kiepfer, sind Sie noch bei Sinnen? Solcherlei kommt gleich nach Babyrobbenmörder und vor Junge-Freiheit-Abonnent.

Fragen Sie bitte bei denen nach: computerbild.de, "Inauguration Day 2017 Trump-Vereidigung: Megafoto zeigt fast alle Teilnehmer, von Rainer Schuldt
23.01.2017, 17:00 Uhr Donald Trump ist 45. Präsident der USA. Ein Gigapixel-Foto von CNN zeigt fast alle Teilnehmer gestochen scharf."
Sehr gut auf den Punkt gebracht: Tatsachen sind keine Meinungen!
Nachdem Kurier-Redakteur Christophe Braun erstaunlicherweise bis heute nicht DerekButters Bitte nachgekommen ist, das Gigapixel-Foto von der Inauguration Trumps (aufgenommen während des Zeitpunkts von Trumps Rede / "Explore a massive photo taken during Donald Trump's inauguration speech.") zu bewerten, möchte ich nun auf den findigen Ranga Yogeshwar verweisen, welcher in der Sendung "Markus Lanz" den von DerekButter hier implizit ins Spiel gebrachten Überlegungen ebenfalls nachgegangen ist:

"Als Markus Lanz von „offenkundigen Lügen“ seitens des neuen Präsidenten Trump spricht und die Bilder seiner Vereidigung zeigt, klärt ausgerechnet der Trump-Kritiker Ranga Yogeshwar das Fake auf: Die Bilder wurden zu unterschiedlichen Uhrzeiten gemacht. " (Quelle: Epoch Times Deutschland; Online)

Es waren übrigens bei "Markus Lanz" (soweit ich das mit bloßem Auge erkennen kann) die gleichen Bilder, auf die sich auch Kurier-Redakteur Christophe Braun in obigem Video-Kommentar bezieht, als er behauptet, dass "allein Fotos genügen [würden]", um Donald Trump bzw. dessen Pressesprecher der "offensichtlichen Lüge" zu überführen.

"Handfeste Konsequenzen", anybody?
Wir wollen Ihnen natürlich keine Antwort schuldig bleiben, sehr geehrter Marcharettla und sehr geehrter Herr Butter. Und ich hoffe, dass Sie auch mit meiner Antwort für die Redaktion zufrieden sind. Ansonsten spreche ich den Kollegen Braun gerne noch einmal darauf an.

Ich habe mir beide Bilder gerade angeschaut und verglichen. Das kurisierende Vergleichsbild der Amtseinführung von Obama und Trump und das Gigapixelfoto. Ich gebe zu, der erste Eindruck vom Gigapixelfoto der Trump-Amtseinführung beeindruckt und legt im ersten Moment den Eindruck nahe, dass mit dem anderen Bild etwas nicht stimmt.

Aber:

Das Foto von der Trump-Amtseinführung im Vergleichsbild mit Obama ist nach meinen Recherchen um 11.49 Uhr aufgenommen worden. Die Vereidigung war laut Zeitplan um 12 Uhr. Also gehe ich davon aus, dass um 11.49 Uhr fast alle Zuschauer da waren. Die Behauptung, die Bilder wurden zu unterschiedlichen Uhrzeiten gemacht, kann ich also nicht nachvollziehen. Die Indizien sprechen dagegen. Und es wäre an Ihnen, das zu widerlegen.

Und jetzt das, was Sie erstaunen dürfte: Ich sehe bei genauer Betrachtung keinen Unterschied zwischen dem Foto der Trump-Amtseinführung auf dem Trump-Obama-Vergleich und dem Gigapixel. Das Gigapixel ist aus einer ganz anderen Perspektive aufgenommen. Da müssen Sie sich die Details anschauen. Ein Anhaltspunkt: Der improvisierte weiße Bau auf dem Bild ganz hinten. Wie Sie sehen, ist der Platz vor dem Bau fast völlig leer. Wie auf dem Trump-Obama-Vergleichsfoto. Die rechte Seite auf dem Bereich davor im Gigapixel: fast leer. Wie auf dem Vergleichsfoto. Dann kommt die rechte Seite davor auf dem Gigapixel. Viele Menschen. Wie auf dem Vergleichsfoto. Dann wieder die rechte Seite davor auf dem Gigapixel: wenige Menschen. Wie auf dem Vergleichsfoto. Und was sich hinter dem improvisierten weißen Aufbau befindet, ist auf dem Gigapixel gar nicht zu sehen. Auf dem Vergleichsfoto schon. Bei Trump: niemand. Bei Obama: viele Menschen.

Wenn Sie die Fotos vergleichen wollen, müssen Sie eben genau hinschauen. Denn aus der Gigapixel-Perspektive verdecken Menschen, Bäume und Gebäude teilweise die leeren Bereiche, die sich hinter ihnen befinden. Das Obama-Trump-Vergleichsfoto ist dagegen aus einer Perspektive aufgenommen, die sich schon eher einer Vogelperspektive nähert. Da sieht man eben deutlich, wo Menschen stehen und wo nicht. Was auf dem Vergleichsfoto schlecht zu erkennen ist, ist die große Menschenmenge, die sich auf beiden Bildern direkt vor dem Kapitol befindet. Das zeigt das Gigapixel besser. Aber das macht keinen Unterschied. Der Bereich direkt vor dem Kapitol war bei Obama und Trump ganz offenbar gleich gut besucht. Die Gigapixel-Perspektive dürfte ungefähr der Perspektive entsprechen, die Trump hatte. Und wenn man relativ flach vor einer riesigen Menschenmenge steht, die es ja auch bei Trump war, verliert man eben leicht den Überblick.

Meiner Ansicht nach sind Sie hier also einer optischen Täuschung aufgesessen. Um vergleichen zu können, bräuchten Sie eben auch das Gigapixelbild von der Obama-Amtseinführung aus der gleichen Perspektive. Ich wüsste nicht, dass es das gibt. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Aber nach genauer Betrachtung aller hier zur Rede stehenden Fotos ist nach wie vor belegt, dass bei Obama wesentlich mehr Menschen waren, als bei Trump. Und dass das Trump-Obama-Vergleichsfoto eben keine Fälschung ist, wie hier in den Raum gestellt wird.
Eigentlich wären mit dieser ausführlichen Antwort der Sachverhalt geklärt.
Ob Herr DerekButter dieses Engagement von Herrn Moritz Kircher auch entsprechend würdigt. Wollen wir hoffen, dass sein Eindruck vom Kurier etwas freundlicher wird.
Sehr geehrter Herr Kircher,

die Perspektive des Gigapixel-Fotos erschwert einen Vergleich mit den anderen beiden Fotos ohne Zweifel und ist auch für sich selbst genommen relativ ungünstig, einen Überblick über die Gesamtheit der anwesenden Besucher zu gewinnen, da haben Sie sicherlich recht.

Ungeachtet dessen möchte ich nochmal auf Ranga Yogeshwar bei Markus Lanz verweisen (Youtube-Video: "Ranga Yogeshwar entlarvt Bildvergleich-Fake (Obama vs. Trump)"), der die Gesamtsituation (z.B. das regnerische Wetter sowie das dadurch anzunehmende Verhalten der Besucher, Zeitpunkt der Aufnahme) bei seiner Analyse miteinbezieht und zum Schluss kommt: "Wenn man ein Bild zu früh macht und das vergleicht, ist es nicht fair [...] Es war einfach zu früh, um es sauber zu vergleichen.".
Dr. Max Otte, der vor Ort war, bestärkt: „Das ist das Thema mit dem Post-Faktischen. Es waren mehr Menschen, als auf dem leeren Bild bei der Vereidigung… Es waren mehr Menschen als dort gezeigt wurden, weil das später war. Also von daher ist das postfaktische gegen Trump ins Feld geführt worden. Von einem eigentlichen Qualitätsmedium…"

Somit bleibe ich dabei: Behauptungen wie man müsse doch nur die beiden Fotos vergleichen, um Trump bzw. dessen Pressesprecher der offensichtlichen Lüge [sic!] zu überführen, sind absolut unhaltbar.

PS: Das Trump-Obama-Vergleichsfoto wurde sicherlich als "Fake" im Sinne von "falscher / verzerrter Darstellung der Begebenheiten" und nicht im Sinne von "Fälschung" betitelt.
Was den von mir verwendeten Begriff "Fälschung" angeht, haben Sie natürlich Recht. "Verzerrte Darstellung" trifft es besser, was dem Trump-Obama-Vergleichsbild vorgeworfen wird. Und vielleicht waren zu dem Zeitpunkt, zu dem Trump die Hand auf die Bibel legte, auch noch ein paar mehr Menschen da als elf Minuten vor diese Moment (wenn die Zeitangabe 11.49 Uhr stimmt). Insofern wäre eine interessengeleitete Verzerrung mit dem Bildervergleich in der Tat nicht unredlich. Aber im Grunde geht es in der Diskussion doch um Trumps Behauptung, dass nie mehr Menschen zu einer Amtseinführung gekommen sind, als bei ihm. Wie man zu dieser Einschätzung kommen kann, ist für mich gelinde gesagt ein Rätsel.
Noch ein paar Argumente: "Fake-News: Warum man 2009 nicht mit 2017 vergleichen kann", danisch.de, 24.01.2017
@MoritzKircher: Meine persönliche Einschätzung: Nachdem Trump durch die Medien in vielen Fällen völlig verzerrt präsentiert wurde, hatte er nun - nachdem er allen Unkenrufen zum Trotz zum Präsidenten gewählt worden war - einfach mal etwas die Nase voll und wollte sich selbst im Stile eines selbstbewussten Geschäftsmanns wieder etwas besser verkaufen, auch wenn die Faktenlage in dieser eig. recht unbedeutenden Angelegenheit seine Sichtweise sicherlich nicht explizit bestätigt und z.B. auch Formulierungen wie "alternative Fakten" eher unglücklich gewählt sind.

Wenn dann aber die Presse - selbst diejenigen Vertreter einer dt. Lokalzeitung - diese PR-politische Soap-Opera dazu instrumentalisiert [sic!], um den Leser im Zeitalter der Lügen Willkommen zu heißen, George Orwell / 1984 ins Spiel bringt und davon schwafelt, Trump wolle den Glauben der Menschen an eine objektive Wahrheit untergraben, dann kriege ich im Jahr 2017 (z.B. mit Hinblick auf die Berichterstattung in der Flüchtlingskrise) - mit Verlaub - das kalte Kotzen!
@marcharettla, wann Sie das kalte Kotzen kriegen, interessiert hier niemanden.
Wenn jetzt auch Trump quasi als Zeuge verwendet wird, dass die Presse im Zeitalter der Lügen angekommen ist, dann ist irgendetwas verschoben und verschroben. Ich halte unser Pressewesen immer noch für seriös und engagiert, aber die öffentliche Kritik in den sozialen Medien oft für überzogen und bösartig. Ich wundere mich immer darüber, dass es auch erwachsene und erfahrene Menschen gibt, die jede Gelegenheit nutzen, um mit Eifer über die in der Politik und Medien etablierten Mitmenschen herzuziehen. Etwas mehr Würde und Anstand wäre doch angebracht.
"Uwart", Sie liegen wieder einmal falsch. Es gibt, Gott sei Dank, doch noch etliche Leute, die Wert darauf legen, dass von "offizielle" Seite nicht "Äpfel mit Birnen" verglichen werden. Da werden Sie jetzt lachen, aber im Zweifel gilt: Fakten schlagen Meinungen. Allen nicht behaupteten Fälschungen redlicherweise zum Trotz.
Medienlob? Gerne, aber nicht über den grünen Klee. Dazu hätte übrigens Trump auch keinerlei Veranlassung, so, wie er "behandelt" wurde.
Wegen mir kann jeder seine Meinung und Vermutungen haben und auch vertreten. Aber dabei sollte es auch bleiben. Alles was darüber hinaus geht, verschlimmert nur die Spaltung unserer Gesellschaft in eine Freund-Feind-Situation. Uns allen sollten doch klar sein, dass die Folgen uns alle treffen.
@Uwart: Genau solche Personen wie Sie spalten die Gesellschaft mit Ihren undifferenzierten Äußerungen!
Also besser mal vor der eigenen Haustüre mit dem Kehren anfangen!
Montag, 13. November 2017 - 11:06