Umfrage: Sind Bayreuths Studenten krank?

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse hat jeder fünfte Student psychische Probleme. Wir haben Studenten der Uni Bayreuth gefragt: Wie krank sind die Bayreuther Studenten?



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Kommentare

Ach je, ein ernstes Thema flockig behandelt. Immerhin haben nur 20% der Studenten psychische Probleme (über die Definition sollte auch mal gesprochen werden). Das sind weniger als im Bevölkerungsschnitt. Ein Drittel (!) der Bevölkerung weist lt. Ärztblatt aufs Jahr gerechnet eine oder mehrere klinisch bedeutsame psychische Störungen auf. Die höchsten Prävalenzen treten bei jungen Leuten auf (aha, Studenten sind auch jung). Wichtig ist - egal ob Student oder nicht - dass man Hilfe sucht und Hilfe bekommt.
Insgesamt sei aber die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren nicht „psychisch kränker“ geworden, hieß es beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde z.B. im November 2012.
Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen Grundschülern, die sich ihr "Wissen" im Internet zusammensuchen sollen, wie hier an anderer Stelle berichtet, und dem 20%-Anteil an der Studentenschaft, der psychologische Auffälligkeiten zeigt.
Nu ja, Datenquellen gibt es viele (manche sprechen von bis zu 60%), Definitionen für psychische Erkrankungen/Auffälligkeiten auch. Ich halt es nur für wichtig, dass man hier weder Stimmung gegen eine Gruppe (Studenten) macht noch stigmatisiert (psychisch Kranke). Wenn jemand mal den Herbst-Blues hat, muss daraus ja noch lange keine Depression entstehen. Sensibilisieren, ernst nehmen, gegensteuern. Bei sich und seinem Umfeld.
Dieser Beitrag ist eine Beleidigung für alle tatsächlich erkrankten Studenten, da hier Liebeskummer und üblicher studentischer Stress bzw. kurzzeitige universitäre Überforderung gleichgesetzt werden mit tatsächlich existierenden Krankheitsbildern wie Burnout und Depression. Das Modewort Burnout kursiert in den Massenmedien, dennoch haben viele wie mir scheint wenig Ahnung, was dies für die Betroffenen wirklich bedeutet. Eine kurzzeitige Erschöpfung nach einer P-Phase ist noch lange kein Burnout, ein Stimmungstief in den Wintermonaten noch lange keine Depression.
Psychische Erkrankungen sind in unserer Leistungsgesellschaft leider noch immer eine Art "Tabu" daher ist die Art des Beitrages für diese Thematik vollkommen unzureichend, ein Erfahrungsbericht, was es bedeutet ein Studium trotz/mit einer "psychischen Erkrankung" zu absolvieren wäre hier meiner Meinung nach treffender gewesen, um nicht die Stigmatisierung mit dem Beitrag -sogar- zu unterstützen.
Montag, 13. November 2017 - 11:06