Lügenpresse in Lego: Ein Erklärversuch

Lügenpresse, Lückenpresse, Systemmedien: Was ist dran an gekauften Journalisten und gesteuerten Medien? Nichts. Wie Journalisten arbeiten erklären wir in zwei Minuten und mit Lego.



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Kommentare

Ein Juwel der journalistischen Selbstreflexion, dass wohl auch die "Aktuelle Kamera" 1989 nicht besser hinbekommen hätte. Und so differenziert: Journalisten recherchieren, Journalisten hören beide Seiten an, immer. Das Zitieren aus der Bertelsmann-Studie Migration 2014, Christian Wulff, Mittweida, Sebnitz, der erste PEGIDA-Tote in Dresden, Linkspartei-Politiker, die sich selbst messern, Silvesternacht. Respekt! Jetzt müssen DIE Journalisten nur noch die ganze Aufregung in der Branche erklären, wenn doch alles in bester Ordnung ist. Weil, das verstehen die Zukurzgekommenen einfach nicht.
Ist Ihnen aber schon klar, dass es "DIE" Presse so nicht gibt. Keine gesteuerte Medienmacht, die die Linie im geheimen Hinterzimmer verschwörerisch entwirft, um Deutschland abzuschaffen, was dann nur die paar aufrechten Biodeutschen merken. Keine Illuminati. Aber ja, gemischte Qualität; wie das eben so ist, wenn Menschen arbeiten. Und eine Provinzzeitung wie der NK ist dann nochmal anders als die SZ oder die FAZ. So ist das nun mal. Rechtspopulisten haben ja auch ihnen nahestehende Zeitungen...
Der Exilbayreuther und sein Kampf gegen die "biodeutschen, aluhuttragenden Verschwörungstheoretiker". Das wirkt sowas von billig.
Für die meisten Pressekritiker brauchts weder solche Verunglimpfungen noch infantile Erklärvideoclips. Das haben wohl viele Medienmacher in ihrer Selbstverliebtheit noch nicht verstanden: Es geht weniger darum, was die Presse vermeintlich falsch oder "lügenhaft" schreibt, sondern was sie nicht schreibt. Daher ist der Begriff Lückenpresse viel zutreffender.
Aber der "Wind of Change" weht nun ja auch durch die provinziellen Redaktionsstuben. Die heutigen Kurierbeiträge "Erste Euphorie verflogen", "Schwarzarbeit rückläufig wegen guter Konjunktur" und "IW: Flüchtlinge kosten 50Milliarden Euro" zeigen, dass sich redaktionell was ändert. Nur sind die darin enthaltenen Botschaften ein alter Hut. Es wäre schon seit Jahren journalistische Grundaufgabe gewesen,jenseits aller Euphorie ob der unkontrollierten Masseneinwanderung über deren Schattenseiten zu recherchieren und berichten. Wie heißt es im Clip: "Wenn es einen Konflikt gibt, hören sie beide Seiten an. Immer."
Wie sagte doch der Chefredakteur der Zeit, Giovanni di Lorenzo, kürzlich in einem Interview: "„Die Fehler machen immer nur die anderen. Das Eingeständnis der eigenen Fehler zählt nicht unbedingt zu den herausragenden Eigenschaften unseres Berufsstands. Wir sind im Austeilen gut, im Einstecken eher schwach.“
Zitat: "Giovanni di Lorenzo, kürzlich in einem Interview: "„Die Fehler machen immer nur die anderen. Das Eingeständnis der eigenen Fehler zählt nicht unbedingt zu den herausragenden Eigenschaften unseres Berufsstands. Wir sind im Austeilen gut, im Einstecken eher schwach.“"
Ist das nicht ein Beweis, dass es auch wichtige Personen bei der Presse gibt, sie auch selbstkritisch sind? Davon gibt es noch sehr viele andere.
Findet man so eine Aussage auch bei in der "rechten" Presse?
Bisher habe ich es noch nicht entdecken können.
Meiner Meinung nach haben gerade die "Rechten" das Prinzip der Pressefreiheit in der Demokratie noch nicht ganz verstanden.
Alle Menschen haben das gleiche Recht einer Meinungsäußerung. Aber neben diesem Recht gibt es auch Pflichten, z.B. Grundgesetz beachten, keine Lügen, nichts verschweigen, keine unsachlichen Verunglimpfungen,...
Immer sind Menschen am Handeln. Und Menschen machen Fehler. Und jetzt kommt das Prinzip der Demokratie zum Tragen: Statt von allen Menschen zu verlangen, dass sie fehlerfrei arbeiten, was natürlich eine Utopie ist, setzt man auf die Vielfalt der Meinungsäußerung. So besteht immer die Möglichkeit, eine falsche oder unterlassene Aussage zu korrigieren. Und diese Vielfalt muss sein.
Das bedeutet aber auch, dass ich mich als einzelner Bürger darum bemühen muss, eine für mich gültige Aussage zu erarbeiten, indem ich mich von allen Seiten informiere. Das ist glücklicherweise bei uns möglich.
Ja, die Demokratie erfordert etwas mehr Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit, weil mir nicht vorgegeben wird, was richtig und falsch ist.
Das Leben ist halt nicht so einfach, dass man alles nicht in richtig und falsch, gut und böse, Freund und Feind einteilen kann. Wer das versucht, der wird zum uneingeschränkten Diktator. Diese Ideologie musste unser Volk schon einmal bitter büßen.
Stattdessen braucht eine Gesellschaft ethische Regeln, die von allen anerkannt sind. Seien es früher die 10 Gebote der Kirche und jetzt unser Grundgesetz. Auf diese können alle Regeln für ein friedliches Zusammenleben zurückgeführt werden.
Gesetzbücher sind nur die verfeinerte Auslegung des Grundgesetzes.
Wenn alle Seiten sich so selbstkritisch, so Grundgesetz konform und so gelassen geben wie der Pressemann Giovanni di Lorenzo, hätten wir viel weniger Probleme in unserer Gesellschaft und könnten eine starke Politik nach innen und außen betreiben.
Ich bin mir sicher, diese neuen und gigantischen globalen Herausforderungen werden wir auch nicht mehr anders lösen können.
Zwei Fragen an Sie, werter Uwart:
1. Nennen Sie mir mal ein paar Beispiele für "Rechte Presse", wer sind die namentlich?
2. An welcher Stelle haben Sie etwas nur ansatzweise Selbstkritisches in obigem Videoclip entdeckt?

Sie sehen Gelassenheit in der internen Diskussion der Medienschaffenden? Dann sollten Sie das Spektrum Ihrer Informationsquellen erweitern. Vielen Publikationen, nicht nur der Holzpresse, gehen seit Jahren spürbar die Kunden von der Fahne. Das mit Desinteresse an Qualitätsjournalismus und dem Internet zu erklären, ist gescheitert. Wobei das Internet schon eine gewaltige Rolle spielt bei der Tatsache, dass eben nicht mehr nur in eine Richtung gesendet oder geschrieben wird. Wenn früher maximal der Leserbrief zur Verfügung stand, um die Meinung des Kunden/Lesers kundzutun (und diese Möglichkeit seitens der Presse auch noch pressekodexwidrig durch ungefragtes Verändern und sinnentstellendes Kürzen beschnitten wurde, wie es mir auch beim Kurier mehrmals widerfahren ist), gibt's nun die sogenannte Fünfte Gewalt. Oder anders gesagt: Ab jetzt wird zurückgeschrieben! Die zahlenden Medienkonsumenten haben schlicht die Nase voll von bevormundendem medialem "Edutainment"! Und wenden sich ab.
In welcher Welt lebt der Macher des Filmchens eigentlich? Allein die Darstellung im Clip ist bezeichnend für die Einseitigkeit der deutschen Massenpresse: „der gute objektive Journalist“ und die „dummen rechte Verschwörungsspinner“. Für jeden, der ein bisschen über den Tellerrand der normalen Berichterstattung blickt, ist klar, wie einseitig in der Regel in der Massenpresse fast unisono berichtet wird bzw. wurde: die gute (US)NATO – der böse Russe; der gute Flüchtling – der böse rechte Flüchtlingsgegner; die guten Freiheitskämpfer der Revolution (im Sinne der NATO) – die bösen Terroristen; die guten „Könige“ (Saudi-Arabien, Katar usw.) - die bösen Diktatoren (Syrien, Libyen, Ukraine, Irak usw.). Dass die (US-)NATO-Kriege und Revolutionen (Jugoslawien, Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan, Ukraine, Mali usw.) erst den Großteil der Flüchtlingsströme verursacht haben, wird kaum erwähnt. Und es wird auch nicht thematisiert, warum die (US) NATO diese Kriege führt. Wer das Märchen von dem „Schutz der Zivilbevölkerung vor den Tyrannen“ tatsächlich glaubt, ist naiver denn je. Die Bevölkerung leidet dort viel mehr als vor den Kriegen und Revolutionen.
Mein Fazit: Die deutsche Massenpresse hat mehrheitlich leider nicht mehr die Aufgabe, die Bevölkerung objektiv zu informieren, sondern nur noch die Menschen in eine bestimmte Denkrichtung zu lenken (von einigen Ausnahmen abgesehen).
Lieber Sven99,
woher haben Sie denn diese vielen Beispiele, was in der Welt alles schlecht gelaufen ist?
In welche Denkrichtung soll denn die Massenpresse lenken?
Zwei einfache Fragen!
Das ist eine sehr gute Frage. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen nur mal einige Schlagwörter:
- in Richtung Auflösung der Nationalstaaten und Machtabgabe Richtung Brüssel mit dem vermutlichen Ziel einer Art „Vereinigten Staaten von Europa“
- in Richtung Transatlantischem Handelsabkommen mit den USA (TTIP)
- in Richtung Abschaffung von Bargeld
- in Richtung militärischen Konflikt mit Russland
uvm.
Ja, das muss man alles verhindern! Wer soll denn diese Ziele haben?
Das ist ebenso eine sehr gute Frage, die man nicht so einfach in einem kurzen Kommentar erklären kann. Ich kann Ihnen aber eine Anleitung geben, wie Sie selbst dahinter kommen können: Finden Sie heraus, wie unser Geldsystem funktioniert und Sie finden die Antwort auf die Frage. Um hier mal einen Einstieg zu schaffen, geben Sie einfach in youtube ein „wie funktioniert unser Geldsystem“ und schauen Sie sich die ersten paar Clips an. Dann verstehen Sie, welche Interessen Politik und Medien „antreiben“. Unser Geldsystem ist übrigens relativ einfach zu erklären. Man kann das Wesentliche einem 14jährigen Kind in 30 Minuten verständlich machen: Was Geld ist, warum Geld ist wertvoll und wie Geld entsteht.
Wie das Geldsystem funktioniert hängt doch davon ab, wie ich es nutze.
Ich habe meine eigene persönliche Meinung zum Geld. Es hat bei mir keinen hohen Stellenwert. Es sollte ja nur ein austauschbares Zwischenmedium für Leistungen und Warenaustausch sein. Ich lehne Spekulationen mit Geld und Waren ab.
Ich finde es auch falsch, wenn man durch Kapital mehr Geld verdienen kann als durch Arbeit.
Mein Ideal wäre eher, was die Bank GLS vertritt, Bank für Leihen und Schenken.
Aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema.
Nein, das Geldsystem funktioniert, unabhängig wie Sie es nutzen. Ich meine hier nicht primär Geld als Zahlungs- und Tauschmittel, sondern das System, wie Geld entsteht? Wer es kontrolliert? und was Geld in seiner Substanz ist? Das sind die Schlüsselfragen, die sie zu der entscheidenden Antwort führen, wer einen Großteil der Massenmedien und die Regierungspolitik entscheidend beeinflusst und warum. Schauen Sie sich einfach mal die ersten 3 Clips auf youtube an zum Thema "wie funktioniert unser Geldsystem". Es lohnt sich.
Die GLS Bank kannte ich übrigens noch nicht, sieht aber sympathisch aus.
Dass das Geld die Welt regiert weiß man schon lange. Aber wir Bürger müssen da nicht mitmachen.
Aber ein Unternehmer kann sich da nicht ausklinken. Er muss schließlich seine MA bezahlen.
Wenn Geld die Welt regiert, wer aber regiert das Geld? Und wie gesagt, was ist Geld? Ich wette mit Ihnen um 500 Euro, dass niemand in ihrem Redaktionsteam weiß, was Geld in der Substanz ist, warum es wertvoll ist, wie es entsteht und wie es in den Markt hineinkommt.
Meine Antwort:
"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Mit fällt das immer noch schwer. Aber das Alter trägt einen großen Teil dazu bei, diese Weisheit endlich anzunehmen.
Der Aphorismus ist tatsächlich sehr gut, aber er ist kein Widerspruch, wenn es darum geht, zu Verstehen wie etwas funktioniert. Zu Verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, ist die Basis zum Verständnis unserer Wirtschaftsstrukturen, der politischen Entscheidungen und schlussendlich der Geschichte der letzten 200 Jahre.
Sie als Journalist hätten die Möglichkeit den Bayreuther Lesern unser Geldsystem zu erklären, wenn Sie es selbst verstehen. Und damit kann man sehr wohl, etwas verändern bzw. seinen Teil dazu beitragen, dass sich substantiell etwas ändert.
Es gibt ein sehr treffendes Zitat von Henry Ford, dem Automobilwerkegründer: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
Lieber sven99, ich bin kein Journalist, sondern Rentner. Beruflich war ich im Maschinenbau tätig.
Aber hätte ja sein können.
:-)
Das wird aber jetzt schon zur fixen Idee, oder, Herr J.