Zwei Babyleichen in Bad Alexandersbad entdeckt

Die Leichen der Säuglinge wurden kurz nach der Geburt an zwei verschiedenen Stellen im Ort verscharrt. Die erste Leiche wurde in einem Vorgarten eines Anwesens in der Nähe eines Kinderhauses im Ort gefunden. Die zweite Leiche war auf einem Acker etwas außerhalb des Ortes verscharrt.

Wie lange die Babyleichen an diesen Orten lagen, ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Weitere Erkenntnisse soll eine Obduktion bringen, die in Erlangen vorgenommen werden soll. Die beiden Leichen wurden bereits dorthin gebracht.

Der Hofer Oberstaatsanwalt Reiner Laib bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung den Leichenfund. In Bad Alexanderbad ist nach Angaben von Anwohners die Markgrafenstraße gesperrt. Polizisten mit Suchhunden sind im Einsatz.


 

Chronologie der Fälle von toten Babys

Oktober 2013: Im oberfränkischen Bad Alexandersbad findet die Polizei zwei tote Neugeborene in einem Garten.

März 2013: Eine 28-Jährige aus Husum in Schleswig-Holstein gesteht die Tötung ihrer fünf Kinder. 2006 war in Nordfriesland eine Babyleiche gefunden worden, 2007 eine weitere im Kreis Schleswig-Flensburg. Im Keller der Frau wurden später drei weitere Leichen entdeckt.

Februar 2012: In Brandenburg wird ein Neugeborenes vermutlich von seiner Mutter erstickt. Das tote Mädchen wird in einer Plastiktüte auf dem Grundstück in Hohen Neuendorf gefunden.

Oktober 2011: In Walsdorf (Landkreis Bamberg) findet eine Spaziergängerin ein totes Baby. Die Leiche ist in ein Handtuch und eine Plastiktüte eingewickelt. Im Dezember findet die Polizei die Mutter, die später wegen Totschlags durch Unterlassen verurteilt wird.

Februar 2011: Polizisten finden die Überreste eines toten Babys in einem Garten in Jüterbog in Brandenburg. Die Mutter und ihr Ex-Partner sollen es nach der Geburt 2009 vergraben haben.

Juli 2010: Eine Polizistin ersticht in Verden in Niedersachsen ihr Kind nach der Geburt und vergräbt es am Ufer des Flusses Wümme.

Mai 2008: In einer Gefriertruhe in Wenden in Nordrhein-Westfalen werden drei Leichen entdeckt. Eine 44-Jährige gesteht, die Mädchen 1986, 1988 und 2004 geboren und nach deren Tod versteckt zu haben.

April 2007: Im Tiefkühlschrank in einer Erfurter Wohnung werden zwei tote Säuglinge gefunden. Eine 35-Jährige gesteht, die Kinder nach der Geburt in eine Mülltüte gepackt und in den Tiefkühlschrank gelegt zu haben.

Juli 2005: In einer Garage im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd werden bei einer Entrümpelung neun Babyleichen entdeckt. Die Mutter der Kinder hatte sie in einem mit Sand gefüllten Aquarium, in Eimern und Blumenkübeln versteckt.

(Quelle der Übersicht/ Fotos: dpa)

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