Zukunft des Wunderlands wird verhandelt

Eingangs ging der Rathauschef auf die wichtigsten statistischen Zahlen ein. Auch die Haushaltslage wurde kurz erläutert. Im Vorjahr sei die Gemeinde nach größeren Ausgaben im Jahr 2015 bei den Investitionen etwas kürzer getreten, doch große Projekte stehen in nächster Zukunft an: Die energetische Teilsanierung des Rathauses mit Kosten von 550 000 Euro, und die barrierefreie Gestaltung des Schulhauses für rund 300 000 Euro. Dabei erwartet die Gemeinde hohe Zuschüsse von insgesamt knapp einer halben Million Euro, kündigte Escher an. „Die Gemeinde muss diese Möglichkeit jetzt einfach nützen.“

Einkommensteuerzuweisung

Für den Verwaltungshaushalt gab es Positives zu berichten: Die Einkommensteuerzuweisung steigt an; auch die Gewerbesteuer entwickelte sich in den vergangenen Jahren positiv. „Die deutlichen Zahlen sprechen für das Gewerbegebiet.“ 2016 erzielte die Gemeinde aus der Gewerbesteuer den bislang höchsten Wert von 405 000 Euro. Dennoch werde für 2017 mit nur 200 000 Euro geplant. Da die Gewerbesteuer oft drastisch schwankt, kalkuliert die Verwaltung sehr vorsichtig.

Förderzusage für einen Entdeckerpfad

Die Steuersätze der Marktgemeinde liegen bei 300 Prozent (Grundsteuer A) und 320 Prozent (Grundsteuer B und Gewerbesteuer). Die im Landesvergleich günstigen Hebesätze und die Verfügbarkeit von schnellem Internet seien heute die wichtigsten Fragen möglicher Investoren, erklärte Escher.

Entdeckerpfad rund um den Gottvaterberg

Plech hat die Förderzusage für einen Entdeckerpfad für Naherholung Suchende rund um den Gottvaterberg. Von rund 60 000 Euro bekommt der Markt einen Zuschuss von 35 000 Euro. Die Einwohnerzahlen sind in Plech verhältnismäßig konstant. Seit 2009 liegt der Wert zwischen 1313 und 1316 Einwohnern, nur die Jahre 2012 und 2013 waren Ausnahmen mit rund 1340 Bürgern. Ende 2016 lebten 961 Bürger in Plech, 188 in Ottenhof und 166 in Bernheck.

Themen der Kommunalpolitik

Kurz ging Bürgermeister Escher auf verschiedene Themen der Kommunalpolitik ein. Fast belegt ist demnach das Baugebiet „Am Etterweg“; für ein neues Baugebiet mit neun Parzellen an der Kreuzsteinstraße läuft derzeit das Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans. Der Breitbandausbau im Gemeindegebiet wurde eigenwirtschaftlich von der Telekom realisiert, die Kommune hatte keine Kosten.

Einen passenden Vertrag vorausgesetzt, könne eine Übertragungsrate von 100 MBit erreicht werden. Für die Erweiterung des Gewerbegebiets an der A 9 wurden weitere Bodenuntersuchungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden ausschlaggebend für das weitere Vorgehen sein. Für die Fläche westlich von McDonalds ruhe aktuell das Verfahren. Die laufenden Bodenuntersuchungen betreffen diese Fläche, aber auch Grundstücke südlich und nördlich des bestehenden Gewerbegebietes. Die Zukunft des Fränkischen Wunderlands wird derzeit verhandelt.

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