Zukunft Bayreuths: Katharina Wagner leitet, Christian Thielemann berät

Die Entscheidung, dass Eva Wagner-Pasquier der Festspielleitung ab 2015 nicht mehr angehören wird, fiel nach Kurier-Informationen in einem Vier-Augen-Gespräch mit Toni Schmid, dem Verwaltungsrats-Chef der Festspiele GmbH. Demnach informierte Schmid Wagner-Pasquier lediglich darüber, dass ihr Vertrag nicht verlängert werde. Hintergrund ist der Wunsch der Gesellschafter, die Festspiel-Spitze – der seit 2013 mit Heinz-Dieter Sense drei Geschäftsführer angehören – zu verschlanken.

Eva Wagner-Pasquier bestätigte dem Kurier am Donnerstagabend: „Ich habe die Gesellschafter gebeten, mich ab Herbst 2015 als Beraterin bei den Bayreuther Festspielen einzubinden.“ Auch Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle bestätigt dies.

Thielemanns Engagement ausweiten

Ebenfalls als Berater ist Christian Thielemann in der Festspielleitung engagiert; nach Informationen der Berliner Morgenpost soll dieses Engagement künftig noch ausgeweitet werden. Eine Position als Festspielleiter komme für Thielemann jedoch nicht in Frage.

Die Verhandlungen mit Katharina Wagner für eine Vertragsverlängerung bis 2021 laufen unterdessen weiter. Katharina Wagner hatte erklärt, nur unter der Bedingung zu einer Verlängerung bereit zu sein, wenn ihr ein Kaufmann zur Seite gestellt werde. „Einen unterschriebenen Vertrag gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, sagte Wagner am Morgen dem Kurier. Nach Kurier-Informationen verhandeln die Gesellschafter nur noch um einzelne Formulierungen.

Eva Wagner-Pasquier als Beraterin

„Sie hat uns mitgeteilt, nach 2015 für die Geschäftsleitung nicht mehr zur Verfügung zu stehen“, sagte Schmid der dpa. Er gehe von einer Annahme des Beratervertrages aus. Die Gesellschafter seien seiner Einschätzung nach zu einer Zusammenarbeit mit Eva Wagner-Pasquier in reduziertem Umfang bereit. Als Beraterin könne sich die 68-Jährige verstärkt um die Wagner-Verbände kümmern. Die Entscheidung werde voraussichtlich schon im März fallen.

Katharina Wagner sagte dem Kurier am Freitag: „Wenn es der Wunsch meiner Schwester ist, die Festspielleitung abzugeben, dann wäre es mir sehr wichtig, dass sie in Bayreuth eingebunden bleibt.“ Ob die Gesellschafter der Bitte ihrer Schwester entsprechen, sei noch nicht entschieden.

Nicht bewertet

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Kommentare

Wer ist denn die Frau links von Thielemann??
Montag, 13. November 2017 - 11:06