Zu den Brauereien wandern

Es ist bereits die fünfte Auflage, 10.000 Exemplare gibt es diesmal. „Bisher haben immer die Kommunen die Kosten für die Herstellung übernommen“, sagt der Pegnitzer zweite Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Diesmal sollte es anders laufen, und so zahlen die vier Brauereien, die in dem farbigen Prospekt vertreten sind, sowie zwei Taxiunternehmen, die darin werben, die Kosten. „Es ist ein gutes Produkt, um die Brauereien vorzustellen und zu bewerben“, so Nierhoff. Da war auch im Vorfeld schnell das Einverständnis da, die Kosten zu übernehmen. „Dadurch trägt sich der Folder selbst, es ist aber kein Geld damit verdient“, stellt der Bürgermeister klar.

Kosten umlegen

Die Frage sei gewesen, wer der wirtschaftliche Nutznießer des Prospektes ist, erklärt Hauptorganisator Siegfried Müller, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hummeltal. „Die Brauereien und die Taxiunternehmen, das war schnell klar“, so Müller. Da sei es eine gewisse Logik gewesen, die Kosten auf sie umzulegen. 250 Euro entfallen jeweils auf die Brauereien Herold in Büchenbach, Gradl in Leups, Kürzdörfer in Lindenhardt und Übelhack in Weiglathal und jeweils 100 Euro auf die Pegnitzer Taxiunternehmen Arz und Krieg.

Längerfristige Werbung

Müller schätzt, dass die neue Auflage für zwei Jahre ausreichen wird. Ausgelegt werden soll der Prospekt hauptsächlich in den Gaststätten und in den Rathäusern.

„Der Bierquellenwanderweg-Prospekt ist eine gute Möglichkeit für uns zu werben“, sagt Stefan Wolfring, Braumeister in Leups. Vor allem ist die Werbung längerfristig und günstiger als beispielsweise zu einem bestimmten Anlass in anderen Medien.

Geringfügige Änderungen nur

Unmut äußert Uwe Kürzdörfer, Chef der gleichnamigen Lindenhardter Brauerei. „Das Geld, das ich jetzt für den Prospekt zahlen soll, obwohl nur geringfügige Änderungen wie neue Bilder oder geänderte Öffnungszeiten vorgenommen wurden, muss ich auch erst mal verdienen“, sagt er. Er hat zwar auch zugestimmt, das diesmal die Brauereien und Taxiunternehmen die Kosten übernehmen, aber wirklich glücklich ist er damit nicht.

Wolfgang Nierhoff und seine Bürgermeisterkollegen wollen das nicht kommentieren. „An uns wurde wegen der Finanzierung keine Kritik herangetragen“, sagt er. Es habe im Vorfeld das Einverständnis von allen bestanden.

Nicht bewertet

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