Young Volleys vor heißem Bezirksduell

Als Tabellenfünfter fährt die Mannschaft von Trainer Marc d’Andrea (26 Punkte) in die Halle am Georgendamm. Sie liegt derzeit vier Zähler vor ihrem oberfränkischen Rivalen, wird am Sonntag also auf keinen Fall hinter die Bambergerinnen zurückrutschen. Und doch ist der Ehrgeiz groß, den Rivalen wie schon in der Vorrunde zu bezwingen. Da gelang dem Team aus Neudrossenfeld und Hollfeld ein 3:1 (25:20, 25:16, 22:25, 25:14)-Erfolg.

Seit diesem Aufeinandertreffen Anfang Dezember haben die Domstädterinnen nur gegen die Spitzenteams aus Ansbach und Dingolfing verloren, aber sechs ihrer acht Begegnungen gewonnen, darunter auch gegen den SV Esting , den derzeit punktgleichen Young-Volleys-Gast am 19. März. Damit dieses Saisonfinale sogar noch die Chance bietet, den TSV Obergünzburg (28) zu überholen und das erste Jahr in der vierthöchsten deutschen Liga als Tabellendritter abzuschließen, will die Mannschaft um Sophia Höreth und Meike Schirmer in Bamberg erst einmal drei Punkte holen und damit Rang fünf perfekt machen.

„Aber im Training hatte ich zuletzt nur sehr wenige Spielerinnen, es gibt viele Kranke und Verletzte“, berichtete Coach d’Andrea. Am heftigsten hat es – wie gemeldet – Lisa Meisel im Spiel in Erlangen erwischt. „Von den Bändern im Sprunggelenk sind bei ihr so ziemlich alle kaputt“, sagte der Trainer, „es wird wohl eine kleine Ewigkeit dauern, bis sie wieder spielen kann.“ Die 25 Jahre alte angehende Lehrerin hatte im Hinspiel gegen Bamberg zu den herausragenden Akteurinnen gehört.

Auch Nora Anders aus dem Young-Volleys-Team leidet schon seit einiger Zeit unter einer Verletzung. Somit nimmt d’Andrea zwei Jugendspielerinnen aus der zweiten Mannschaft, Larissa Klob (Jahrgang 2000) und Antonia Schwenk (2002), für die Annahme und die Außenposition mit nach Bamberg. Beide waren gerade mit der U 18 der Young Volleys bei der Bayerischen Meisterschaft in Lohhof im Einsatz (Rang sechs). D’Andrea sagt: „Wir haben auch in dieser Besetzung eine Chance; meine Damen sind sehr motiviert, andere aus der Liga in diesem Stadium der Saison vielleicht nicht mehr so. Im ersten Duell mit den Ballarinas haben wir unseren Stil durchgesetzt und ein gutes Spiel gemacht.“

Da hatte der Gast zudem Pech, weil die starke Kasia Trojan mit einer Verletzung ausscheiden musste und der Unparteiische zudem in strittigen Szenen zumeist gegen Bamberg entschied. „Der Klassenerhalt ist geschafft – jetzt dürfen wir noch mal genießen“, heißt es bei den „Ballarinas“ von Coach Bekim Aliu. Man wolle am Sonntag „die alte Rangordnung in Oberfranken wiederherstellen und zeigen, wer das beste weibliche Volleyball-Team Oberfrankens ist“. Und Bambergs Fans sind aufgefordert, mit entsprechender Kleidung die Halle in der Mannschaftsfarbe Pink erstrahlen zu lassen . . .

Nicht bewertet

Anzeige