Young Volleys verjagen Abstiegssorgen

„Das sollte es in Sachen Abstieg oder Relegation gewesen sein“, schloss dann auch Young-Volleys-Chef Carsten Böhm angesichts von 26 eigenen Punkten und acht bzw. zwölf Zählern Abstand zu den Plätzen acht (Marktoffingen) und neun (TV Erlangen) dieses Kapitel ab. Sein Coach mag indes im Hinterkopf gehabt haben, dass die Young Volleys im Gegensatz etwa zu Erlangen (5) nur noch drei Mal punkten können, als er sagte: „Drei Punkte sollten es mindestens schon noch werden, um ganz sicher zu sein.“

Nach drei Punkten sah es am Samstag noch nicht aus, als d’Andrea schon nach wenigen Ballwechseln der Begegnung mit Marktoffingen eine Auszeit nahm und seine Spielerinnen unüberhörbar fragte: „Was ist los?“. 2:5 stand es da. Die Antwort ließ ein wenig auf sich warten. Vor allem Leonie Stöcker gab sie dann mit einer Serie starker Aufschläge. Beim 15:14 lagen die Gastgeberinnen erstmals wieder vorn. Weil die Blocksicherung aber öfters nicht klappte, durfte der Gegner einmal hoffen (18:17). Doch schlüpfte Diagonalangreiferin Sophia Höreth nun in ihre Paraderolle als „Lebensversicherung“ der Oberfränkinnen und war an mindestens vier der Punkte bis zum Satzgewinn beteiligt.

Dann flog der blau-gelbe Ball dem Team aus Marktoffingen eine Zeitlang förmlich um die Ohren. Bis auf 13:2 zog die d’Andrea-Truppe davon, wieder mit tollem Stöcker-Service, starken Aktionen von Fanny Gnade im Angriff und gutem Spiel von Isabel Braun. Bayreuth-Studentin Braun, vorher Bayernliga-Spielerin für Bad Griesbach, ist erst seit Anfang Februar für die Young Volleys spielberechtigt und eine Verstärkung im Außenangriff. Verhindern konnte sie freilich nicht, dass es wenig später nur noch 15:14 stand. „Der Gegner schlug besser auf, mein Team war schnell beeindruckt“, erklärte der Trainer den 2:12-Lauf. Aber nun servierte Meike Schirmer stark, punktete Höreth wieder vermehrt, und den Rest übernahmen die Damen von Coach Josef Wizinger mit Fehlern bei Technik und Aufschlag.

Und nun? Same procedure wie jüngst in Obergünzburg und Hahnbach, als die Young Volleys nach den beiden gewonnenen ersten Durchgängen noch in den Tiebreak mussten? „Ein bisschen Angst war schon da, aber diesmal hat mein Team länger die Spannung gehalten“, sagte Marc d’Andrea. Der FSV lag in Satz drei bis zum 8:6 knapp vorn, doch dan entschied das Heimteam fast alle Big Points mit enormem Kampfgeist für sich. Fünf Punkte in Folge zum 20:14 ließen die Gastgeberinnen endgültig durchatmen. Fanny Gnade krönte ihre sehr gute Leistung mit den letzten beiden Punkten.

N.H. Young Volleys: Schirmer, Böhm, Steeger, Höreth, Braun, Gnade, Mayer, Stöcker, Lauterbach, L. Meisel, Schwenk, Ullrich.

Nicht bewertet

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