Young Volleys mit Respekt zum Aufsteiger

Die Oberfranken treffen auf einen nahezu unbekannten Gegner. Coach Marc d’Andrea sieht das aber sehr sachlich: „Die Mauerstetter haben im ersten Ligaspiel beim TV Erlangen das gehalten, was sich wohl die meisten Trainer der Liga von ihnen versprochen haben. Nach sieben Jahren in der Bayernliga und drei Relegationen ist ein stabiles Team entstanden, dass es gewohnt ist, dem Gegner die eigene dominante Spielweise aufzuzwingen.“

Dies führte letztendlich auch zu einem glatten 3:0 (25:21, 25:15, 25:19), -Sieg bei den hoch gehandelten Medizinstädterinnen. „Wir wissen, dass wir von Anfang an sehr wach sein müssen, damit das gegen uns nicht auch geschieht. Ich freue mich sehr auf das Spiel“, sagt D’Andrea. „Ich mag es, gegen taktisch versierte Trainer zu spielen, deren Zuspielerinnen in der Lage sind, Begegnungen sehr schnell eine ganz andere Note zu geben. Da wir uns zuletzt gegen Top-Teams bewiesen haben, ist Mauerstetten sicherlich vor uns gewarnt.“ SV-Trainer Peter Maiershofer bläst in das gleiche Horn: „Ich denke, wir müssen uns gegen die Young Volleys schon noch steigern. Vor allem die Unsicherheiten nach Führung müssen wir abstellen.“

Die Gäste sehen sich keineswegs als Favorit, sondern eher auf Augenhöhe. „Mauerstetten hat jede Menge Qualität zu bieten“, weiß D’Andrea. Die allerdings hat sein Team auch: Von bisher vier ausgetragenen Spielen wurden drei gewonnen und nur einmal knapp verloren. Im Klassement findet man sich derzeit auf Rang zwei unter elf Mannschaften wieder.

Tabelle noch ohne Aussagekraft

„Die Tabelle“, sagt Vorsitzender Carsten Böhm, „hat aber derzeit noch keine Aussagekraft“. Durch die sehr unterschiedliche Anzahl an bereits ausgetragenen Spielen – Obergünzburg hat bereits fünf absolviert, Mauerstetten indes erst eines – sei ein nachhaltiger Vergleich noch nicht möglich. „Wir müssen einfach davon ausgehen, dass Mauerstetten als Meister der Bayernliga Süd eine hohe Qualität im Kader hat und absolut Regionalligatauglich ist.“ Böhm erinnert sich: „Bei einem Vorbereitungsturnier in München trafen wir auf die zweite Mauerstetter Mannschaft und hatten da einige Probleme. Natürlich darf man Vorbereitungsspiele nicht überbewerten, aber wir wissen, dass da eine schwere Aufgabe auf uns zu kommt.“ Doch Böhm weiß auch: „Unsere Mädels müssen sich nicht verstecken, sie haben zuletzt sehr gut gespielt und können mit viel Selbstvertrauen in diese Partie gehen. Wenn sie eine ähnlich gute Leistung wie gegen Friedberg abrufen können, sind wir auch im Allgäu nicht chancenlos.“

N.H. Young Volleys: Kristina Böhm, Fanny Gnade, Sophia Höreth, Hannah Lauterbach, Sophie Mayer, Johanna und Lisa Meisel, Meike Schirmer, Nicole Steeger, Leonie Stöcker, Sandra Ullrich, Elke Wolf.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06