Young Volleys mit Kampfgeist zum 3:0

Der vierte Zu-null-Erfolg der Saison – kein Rivale hat mehr - sicherte vor dem Doppelspieltag am kommenden Wochenende (am Samstag um 18.30 Uhr in Neudrossenfeld gegen FTM Schwabing, am Sonntag bei Spitzenreiter TSV Ansbach) Rang fünf. „Nur noch einen Zähler bis zum Dritten - aber wir schauen ja vor allem nach unten…“, meinte Klubchef Carsten Böhm grinsend, wohl wissend, dass der Abstieg bei elf Punkten zum Relegationsplatz und fünf ausstehenden Partien kein Thema mehr sein sollte: „Wenn wir Schwabing schlagen, sind wir endgültig durch.“

Gegen den Tabellensiebten Marktoffingen zeigte der Neuling vor allem Kampfgeist. Im ersten Satz setzte sich das Team von Trainer Marc d’Andrea selbst nach einem14:21-Rückstand noch durch, im zweiten steckte es eine Schwächephase nach dem 22:16 weg, im dritten reparierte es einen 1:6-Fehlstart recht schnell und verwandelte dank Meike Schirmers hinter den Block gelegten Ball nach 1:16 Stunden Spielzeit den zweiten Matchball.

Meike Schirmers starke Aufschläge

Die Zuspielerin hatte bereits in Durchgang zwei mit drei Aufschlägen, die der Gast nicht annehmen konnte, für das Sechs-Punkte-Polster gesorgt, das gerade wegen folgender vier FSV-Zähler den Satzgewinn erleichterte. „Die Bälle die Linie entlang sind meine Spezialität. Schön, dass sie nicht nur im Training, sondern auch im Spiel geklappt haben“, freute sich Schirmer.

Dabei war das Service diesmal nicht unbedingt die Stärke der Oberfränkinnen. „Nach den vielen Aufschlagfehlern zu Beginn haben wir die Strategie geändert, das Risiko minimiert  und zumeist nur versucht, den Ball sicher ins Feld zu bringen“, sagte d’Andrea. Aber selbst das gelang nicht immer, wie sechs solcher Patzer allein im Schlussabschnitt zeigen.  

"Leichte Fehler -oder perfekt"

Der Coach: „Es gab heute einfach kein Mittelmaß. Wir machten leichte Fehler – oder wir waren perfekt.  Aber es tut gut, dass wir uns selbst an einem solchen Tag durchsetzen können. Das heißt, wir sind in der 4.Liga angekommen.“ Das Spiel der Schwäbinnen, die im Vorjahr Vierte waren, nannte der Coach „unkonventionell, aber bisweilen eben doch erfolgreich“.

So führte der FSV zum Start gleich 8:2, konnte aber den Sieben-Punkte-Vorsprung  beim 21:14 nicht halten, weil nun das Blockspiel der Gastgeberinnen besser wurde. Und im dritten Satz haderte Trainer Josef Wizinger nach vermeintlichem Aufstellungsfehler und einem weiteren technischen Vergehen innerhalb von Sekunden mit dem Schiedsrichter, der von Anfang an rigoros gepfiffen hatte: „Wir wollen hier doch Volleyball spielen.“

Glänzende Sophia Höreth

Das gelang bei den Young Volleys (ohne die kranken Leonie Stöcker und Sandra Ullrich und mit einer vom U18-Einsatz gestressten Fanny Gnade) vor allem Sophia Höreth, die im dritten Satz fast im Alleingang nach Aussetzern des gesamten Teams für das 8:8 sorgte. „Auch wenn sie nicht mit spektakulären Schmetterschlägen glänzt, ist Sophia ungemein wertvoll, weil sie viel Verantwortung übernimmt“, schwärmte ihr Coach.

Was den Erfolg seines Teams nachträglich aufwertete: Marktoffingen gewann am Sonntag das im Abstiegskampf wichtige Duell in Erlangen mit 3:0.

N.H. Young Volleys: Böhm, Gnade, Schirmer, Anders, Meisel, Höreth, Meyer, Lauterbach, Dutz, Raith.

 

 

Nicht bewertet

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