Young Volleys diesmal kein Außenseiter

Der TB/ASV nimmt mit acht Punkten aus neun Partien nämlich nur Rang neun ein, die Oberfränkinnen haben mit einem Spiel mehr schon 15 Zähler gesammelt – und das Hinspiel recht deutlich für sich entschieden.

Young-Volleys-Vorsitzender Carsten Böhm aber warnt: „Von den Teams auf den Plätzen vier bis zehn kann in dieser Liga jeder gegen jeden gewinnen. Regenstauf braucht dringend einen guten Start in die Rückrunde. Nach der Niederlage im Hinspiel werden sie zusätzlich motiviert sein und uns zeigen wollen, wer Herr im Haus ist. Unsere Mädels können aber unbeschwert und mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gehen.“

Rückenwind durch das 3:2

Dabei dürfte das vor knapp einer Woche auf dramatische Weise erkämpfte 3:2 gegen den TSV Obergünzburg – wir berichteten – dem Team von Trainer Marc d’Andrea noch zusätzlich Rückenwind verschaffen. Sollte Michaela Dutz ähnlich auftrumpfen wie gegen den Dritten aus dem Allgäu, Sophia Höreths Schmetterbälle wieder unblockbar sein und Nora Anders nach ihrer Antibiotika-Behandlung gleich wieder an gewohnte Leistungen anknüpfen können, dann verfügt der Neuling, der ja auch noch Antonia Raith und Lisa Meisel hat, über ein Paket an Angreiferinnen, das es jedem Team in dieser 4. Liga schwer machen kann.

Schwer hatten es die Oberpfälzerinnen nach ihrem zweiten Erfolg, einem 3:0 in Erlangen, vor der Winterpause, denn es ging gegen den Ersten, Sechsten und Dritten der Tabelle. Ein Punkt (2:3 in Marktoffingen) sprang dabei heraus; daheim gegen Spitzenreiter Ansbach und gegen die gerade in Neudrossenfeld entzauberten Obergünzburgerinnen holte das Team von Coach Markus Fleischmann jeweils einen Satz.

Hinspiel auf hohem Niveau

Auch in Neudrossenfeld beim Hinspiel „auf wirklich hohem Niveau“ (d’Andrea) gab es aus Sicht der Oberpfälzerinnen ein 1:3. Die Young Volleys dominierten die ersten Durchgänge, ehe sie etwas nachließen. „Wir hatten Regenstauf im Griff, den Gegner aber dann im dritten Satz ins Spiel kommen lassen. Uns dann noch mal aus dem Loch rauszukämpfen, war einfach super“, sagte Sophia Höreth damals.

Die Realschulhalle an der Hauzensteiner Straße (wo übrigens am Sonntag die Regenstaufer Herren vorher ihr Regionalligaspiel gegen den TSV Mühldorf bestreiten werden) kennen Höreth und Mitspielerinnen gut: In der Saisonvorbereitung spielen sie dort regelmäßig; diesmal gewannen sie gegen die Gastgeberinnen 2:0.

Fünf Heim-Niederlagen

Das Team aus der Nähe von Regensburg hat vor den eigenen Fans auch alle bisherigen fünf Regionalliga-Partien abgegeben. Somit war der letzte Heimsieg in einem Punktspiel das 3:2 gegen Meister TSV Friedberg, mit dem sich Regenstauf in der vergangenen Saison am letzten Spieltag Rang sieben und damit – zu Lasten des TSV Ansbach – den direkten Klassenerhalt gesichert hatte.

Über „viel Spaß und gleichzeitig viel Spannung“ hatte sich indes die für ihr Blockspiel vom Coach gelobte Antonia Raith am vergangenen Samstag gefreut. „So etwas hatten wir schon lange nicht mehr.“ Aber nun ist es gut möglich, dass es am Sonntag ab 16 Uhr schon wieder äußerst spannend und auch spaßig wird.

Nicht bewertet

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