Young Heroes unterliegen Meister knapp

Dabei mussten die Bayreuther sogar kurzfristig ohne die Leistungsträger Marius Adler und Nico Genz auskommen und hatten dafür Nachrücker Nicolai Ullmann im Kader. Zunächst sah es auch gar nicht gut für diese Besetzung aus, denn die von vielen Schlachtenbummlern unterstützten Coburger führten nach fünf Minuten mit 12:3. Nur mühsam kämpfte sich das junge Heimteam ins Spiel, fand dann aber seinen Rhythmus und verkürzte mit guter Ballbewegung bis zum Ende des ersten Viertels immerhin auf 11:16.

Auch im zweiten Abschnitt lief die Bundesligareserve meist einem deutlichen Rückstand hinterher. Probleme bereitete vor allem das blitzartige Umschaltspiel, mit dem die Coburger zu vielen einfachen Punkten kamen. Beim 22:33 (18.) durch US-Forward Jordan Burris-Morton (20 Punkte) war der Abstand erstmals zweistellig.

11:0-Lauf innerhalb von 90 Sekunden

Nach dem 32:47 durch Coburgs Topscorer Steffen Walde (21) veränderte sich das Bild jedoch schlagartig. Drei Dreier aus drei Angriffen durch Riesner und Philipp Johannes, sowie ein Fastbreak des Kapitäns direkt danach verkürzten innerhalb von 90 Sekunden auf nur noch vier Punkte. Während der Tabellenführer merkbar nervös wurde, lief es beim Heimteam nun offensiv und defensiv. 45 Sekunden vor dem Ende des dritten Durchgangs verkürzten zwei Freiwürfe von Johannes den Rückstand sogar auf 50:51, doch ärgerliche sechs Zähler hintereinander durch Burris-Morton führten bis zum Viertelende doch wieder zum 50:57.

Dieser Rückschlag konnte die Aufholjagd der Young Heroes aber nicht stoppen. Schnell kamen sie wieder auf wenige Punkte heran und ließen den hohen Favoriten dann auch nicht mehr enteilen. Oft fanden sie einen Weg nach innen zu Center Julius Seither, der durch Pick-and-Roll freigespielt werden konnte, oder sich wichtige Offensivrebounds schnappte. Seine zwei verwandelten Freiwürfe 20 Sekunden vor dem Ende brachten den Außenseiter auf 72:74 heran. Die Coburger antworteten zwar fünf Sekunden später, doch nur weitere fünf Sekunden danach traf Riesner per Dreier zum 75:76. Die Coburger behielten jedoch die Nerven und stellten ihren Sieg an der Freiwurflinie sicher.

Somit blieben die Young Heroes nicht zum ersten Mal in dieser Saison unbelohnt. „Der Sieg wäre der Mannschaft zu gönnen gewesen, aber leider fehlte uns – wie so oft in dieser Spielzeit – am Ende das nötige Glück“, sagte Trainer Marcel Schröder. „Defensiv wie offensiv hat die Mannschaft leidenschaftlich und selbstlos gespielt. Besonders die jungen Spieler haben die durch die Ausfälle entstandenen Lücken gut geschlossen.“

YH Bayreuth: Kurth (3 Punkte), Perschnick (10), Kral (11), Krug (0), Trieb (5), Riesner (15), Johannes (11), Ullmann, Seither (20), Faatz; Dreier: Riesner (4), Perschnick (2), Johannes, Kurth, Kral (je 1); Freiwürfe: 16/21.

Nicht bewertet

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