Young Heroes treffen einfach nicht - 64:80

Und Trainer Darko Mihajlovic bemängelte nach der Partie vor allem die lasche Spielweise seines Teams: „Wir haben nicht einmal annähernd so physisch gespielt wie gegen Vilsbiburg. Das geht gegen Mannschaften wie Ansbach eben nicht. Im Abstiegskampf wird es enger und enger.“

Wie von Mihajlovic angekündigt, verteidigten die routinierten Gastgeber robust und ließen kaum einfache Würfe des Tabellenletzten zu. Gleichzeitig versuchten sie, das Spiel so langsam und geordnet wie möglich aufzubauen, um schnelle Gegenangriffe der Young Heroes zu vermeiden.

Nach zehn Minuten vorn

Lediglich im ersten Viertel konnten die Wagnerstädter mit der körperbetonten Spielweise des Gegners mithalten. Trotz leichter Startschwierigkeiten blieben sie den Ansbachern auf den Fersen und lagen dank eines Viertel-Schlussspurts nach zehn Minuten mit 18:15 vorn.

Obwohl sie körperlich deutlich zurückschraubte, schaffte es die Bundesligareserve im zweiten Viertel noch für fünf weitere Minuten, die Führung zu behaupten. Danach jedoch übernahm Ansbach die Spielkontrolle und arbeitete sich bis zur Halbzeitsirene eine leichte Führung heraus. Mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung der Hausherren ging es in die Kabine.

Abstand wird zweistellig

In der zweiten Halbzeit benötigte Ansbach nur knapp zwei Minuten, um den Abstand zweistellig werden zu lassen. Die Young Heroes fanden keine Mittel, wieder ins Spiel zu kommen. Trotz teils schön herausgespielter offener Würfe von der Dreierlinie brachte es das Team nur auf magere 18 Prozent Erfolgsquote von außen. Bis zum Viertelende bewegte sich der Rückstand zwischen zehn und 13 Punkten.

Beim Stand von 59:48 begann der letzte Durchgang. Nun waren es vor allem Bayreuths „Große“, Nils Dejworek und Julius Seither, die sich gegen die drohende Niederlage stemmten. Unter dem Ansbacher Korb holten sie in den letzten fünf Minuten etliche Offensivrebounds oder zogen Ansbacher Fouls und verschafften ihrer Mannschaft somit neue Chancen heranzukommen.

Topscorer dreht am Ende auf

Weiterhin verteidigten die erfahrenen Gastgeber jedoch jeden Bayreuther Wurf gut, so dass dem Gast nur selten Punkte gelangen. Ansbach hatte letztlich keine Probleme mehr, den Vorsprung ungefährdet ins Ziel zu bringen. Vor allem Nicholas Freer, Topscorer der Partie mit 26 Punkten, der lange Zeit gut verteidigt werden konnte, drehte gegen Ende auf und hob die Ansbacher Führung zwischenzeitlich gar auf mehr als 20 Punkte an.

„Der Gegner hat uns das ganze Spiel über zu schweren Würfen gezwungen“, analysierte Mihajlovic. „Als wir dann im letzten Viertel offene Würfe bekamen, hatten wir keinen Rhythmus mehr.“

Am nächsten Wochenende kommt GGZ Basket Zwickau nach Bayreuth. Die Sachsen haben als Elfter sechs Punkte mehr als die Young Heroes.

YH Bayreuth: Adler (3 Punkte), Alford (8), Dejworek (12), Fritsch (0), Johannes (0), Kral (10), Kurth (0), Riesner (8), Seither (13), Trieb (10).

jus

Nicht bewertet

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