Wöhrl: Insolvenzverfahren eröffnet

Die Geschäftsleitung bleibt bei diesem Verfahren im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt. Die alte Geschäftsführung behält damit große Teile der Verfügungsgewalt über das Unternehmen. Zugleich ist die Firma aber vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen von Gläubigern geschützt.

Wöhrl soll im Rahmen der Insolvenz in Eigenregie wieder auf Kurs gebracht werden. Zur Sanierung der Modehauskette will der Vorstand in den kommenden Wochen unter anderem 4 seiner bislang 34 Filialen schließen. Davon sind 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen. Die Gewerkschaft Verdi wirft der Geschäftsleitung ein inhaltsarmes Sanierungskonzept auf Kosten des Personals vor. Die Vorschläge der Unternehmensleitung zielten weitestgehend auf Einmaleffekte und einen Personalabbau ab.

dpa

Die Vorgeschichte:

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Wöhrl schließt vier Filialen

Wöhrl-Zukunft ungewiss

6. Mai 2015: Wöhrl mit deutlichem Umsatzrückgang

17. Juni 2016: Wöhrl kämpft mit Verlusten

7. September 2016: Wöhrl-Standort Bayreuth ungewiss

7. September 2016: Merk-Erbe fordert Erhalt von Wöhrl

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