Wochenende der Wahrheit für den EVP

Florian Müller führt seit Wochen seine eigene Tabelle und sieht seine Truppe gegenüber der Konkurrenz im Vorteil. Auch, weil sich Geretsried (9.) zuletzt eine unerwartete Heimniederlage gegen das zuvor punktlose Schlusslicht Wanderers Germering geleistet hat.

Diese Scharte wollen die River Rats in Pegnitz unbedingt auswetzen, was aber zumindest statistisch gesehen relativ schwer werden dürften: In bisher 14 Spielen gelang dem ESC gegen die Ice Dogs nur ein Sieg. Beim 15. Aufeinandertreffen können beide Teams in Bestbesetzung auflaufen. Mit von der Partie soll auf Pegnitzer Seite auch wieder der zuletzt überraschend fehlende Kontingentspieler Aleksandrs Kercs sein, der die Feiertage zu einem Heimaturlaub in Lettland nutzte. Zumindest bei seinem Coach hatte er sich nicht abgemeldet. Müller erwartet, dass sich Kercs nach seiner Rückkehr besonders ins Zeug legt.

Robin Niedermeier spielberechtigt

Erstmals spielberechtigt wäre bei Pegnitz der neu verpflichtete Robin Niedermeier, allerdings will ihn der Trainer nach nur einem gemeinsamen Training nicht gleich „ins kalte Wasser werfen“, sondern in dem extrem wichtigen Spiel auf die eingespielten Verteidiger-Paare setzen. Der Sieger der Partie könnte auf den achten Platz springen. Voraussetzung dafür ist aber eine Niederlage des EV Moosburg (8.) im Gastspiel beim Tabellenzweiten Memmingen.

Chancen auf die Zwischenrunde rechnet sich auch der Pegnitzer Sonntagsgegner aus. Nach zuletzt drei Niederlagen gegen die Top-Teams Memmingen, Miesbach und Erding sind diese bei fünf Punkten Rückstand und nur noch drei ausstehenden Hauptrundenspielen allerdings gering. Ein Sechs-Punkte-Wochenende ist für die Passauer Pflicht. Dazu müssen sie ihre zuletzt mangelnde Chancenverwertung verbessern und Fehler in der Defensivarbeit reduzieren.

"Mannschaft zieht super mit"

Zudem klagen die Niederbayern über eine lange Verletztenliste. So fehlten zuletzt Topstürmer Daniel Huber sowie die beiden Verteidiger Dominik Persch und Patrick Nutz. Vermutlich fällt auch Frantisek Mrazek länger aus. EHF-Trainer Ivan Horak ist dennoch zuversichtlich: „Die Mannschaft zieht im Training super mit, wir arbeiten weiter hart und sind uns sicher, dass wir wieder in die Erfolgsspur kommen.“

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