Winterwanderer können kommen

Der Winterwandertag: Findet seit 2014 alle zwei Jahre statt, als Pendant zum Deutschen Wandertag, der im Sommer (aktuell in Eisenach) stattfindet. Die ersten beiden Winterwandertage fanden in Willingen statt. 2016 kamen 1400 Gäste.

Die Veranstalter sind die vier Gemeinden, die Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf (TMO) und der Fichtelgebirgshauptverein gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband. Insgesamt werden an den vier Tagen rund 200 Helfer im Einsatz sein.

Die Region: Der Winterwandertag am Ochsenkopf ist insofern eine Premiere, weil er gleichzeitig an vier Orten stattfindet. Rainer Stöcker vom FGV Warmensteinach: „Wir wollten an allen vier Orten ein gutes Angebot machen.“ Manfred Sieber vom FGV Bischofsgrün: „Wir wollen etwas bieten, was abgestimmt ist und sich ergänzt.“ Deshalb wird es auch einen Bustransfer geben.

Die Wanderungen: Wie viele geführte Wanderungen angeboten werden, haben die Verantwortlichen selbst noch gar nicht gezählt. Jeden Tag werden in jedem Ort mehrere Wanderungen angeboten, macht in der Summe wohl an die 100. Es gibt normale Wanderungen, solche mit Schneeschuhen, mit Langlaufskiern und auch mit Tourenskiern (ebenfalls eine Premiere bei einem Winterwandertag). Es gibt Heilklimawanderungen und thematische Touren, die Glas, Stein, die kontinentale Wasserscheide oder sonstige geografische und historische Besonderheiten in den Mittelpunkt rücken. Und sogar Wanderungen für Hundebesitzer. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, vom Spaziergang bis zur anspruchsvollen Bergtour. Die Wanderungen werden in der Regel von zwei Führern begleitet.

Die Winterwanderwege: Seit einigen Jahren bietet die Region außer einem großen Langlaufloipennetz auch bei Schnee geräumte Winterwanderwege an. Manfred Sieber: „Beim Deutschen Winterwandertag können wir unser großes Winterwanderwegenetz vorstellen.“

Das Bier: Die Brauerei Hütten will ein eigenes Winterwandertagsbier brauen, das in mindestens 20 Betrieben zum Ausschank kommen soll. Details sind noch offen, klar ist: Es wird ein helles Bier, um die Gäste aus dem Norden nicht abzuschrecken.

Die Werbung: Hat bereits begonnen. Seit wenigen Tagen liegt eine gut 60 Seiten starke Broschüre vor mit allen relevanten Informationen und sämtlichen angebotenen Touren und Veranstaltungen. Sie wird aktuell schon von Susanne Steinlein von der Kur & Touristinfo Bischofsgrün auf dem Deutschen Wandertag in Eisenach (26. bis 31. Juli) angeboten.

Die Plakette: Für 9,50 Euro kann man nicht nur an allen Veranstaltungen an allen vier Tagen teilnehmen. Man bekommt als „Ticket“ eine Plakette aus einem uralten Werkstoff der Region: Proterobas. TMO-Manager Andreas Munder: „Wir überlegten uns, was wir nehmen: Plastik wollten wir nicht, Glas oder Holz waren in der engeren Wahl.“ Es wurde Proterobas, ein granitähnliches Gestein aus der Tiefe, das früher am Ochsenkopf unter anderem zur Glasherstellung verwendet wurde, aber auch als Bau- und Bildhauermaterial. Er wird seit 2000 nicht mehr abgebaut, aber die Bayreuther Firma Polster hatte noch einen Lagerbestand, aus dem der Marktleuthener Mineralienfachmann Thomas Müller die Plaketten formte.

Die Managerin: Die Fäden für den Deutschen Winterwandertag laufen seit vergangenem Jahr schon zusammen bei Annika Stöcker, angehende Tourismusmanagerin aus Warmensteinach. Sie hat eine Projektstelle für die Veranstaltung inne. Sie sagt: „Das Programmheft war ein großer Meilenstein, das kann sich sehen lassen.“ Künftig gehe es um die Feinplanung: Wer genau führt welche Wanderung? Gibt es Fackeln oder Taschenlampen zu den Abendwanderungen? Ein Sicherheitskonzept muss noch erarbeitet werden. „Bisher läuft es sehr gut, ich hoffe, dass es so weitergeht.“

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