Wieder mehr als 40 Haspo-Treffer

„Ich will meiner Mannschaft für die ausgezeichnete erste Halbzeit gratulieren“, zeigte sich Haspo-Trainer Michael Werner nach dem Spiel sehr angetan. „Da haben wir unseren Plan komplett umgesetzt und sehr effektiv gespielt.“ Sein Team hatte konzentriert begonnen und lag dann nicht ein einziges Mal im Rückstand. Am Ende hatten sich alle Bayreuther Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen.

Entscheidend war aber erst einmal die Defensive, die das gefährlichste Unterhachinger Angriffsduo mit Spielmacher Martin Dauhrer (5 Tore) und Kreisläufer Johannes Borschel (5/1) in der ersten Halbzeit nicht wie gewohnt zur Geltung kommen ließ. Beide hatten zur Pause erst jeweils nur einen Treffer auf ihrem Konto. Im Gegensatz dazu bestrafte Haspo jeden Fehler der Gastgeber und überrannte sie förmlich. Vor allem Marius Hümpfer, der seine fünf Treffer allesamt in der ersten Halbzeit erzielte, war im Rückraum kaum zu stoppen. Da sich zudem Torwart Alexander Wittmann mit tollen Paraden gegen die nur selten frei werfenden Unterhachinger auszeichnete, zog Haspo über 9:4 (14.) und 17:9 (24.) unerwartet schnell davon.

Aus neun Toren Abstand werden zwei und dann zehn

Nach der Pause gönnten sich die Bayreuther allerdings eine recht langwierige schöpferische Pause. Zwar hielt der Vorsprung bis zum 28:20 (41.), aber gerade defensiv wirkten sie längst nicht mehr so aufmerksam und setzten neben dem quirligen Dauhrer auch den treffsicheren Philipp Heinle (5) im linken Rückraum nicht mehr genug unter Druck. Da zudem der einheimische Rechtsaußen Valentin Elmer (6) seine Chancen konsequent nutzte, kam Unterhaching durch fünf Tore in Folge auf 25:28 heran und verkürzte schließlich sogar auf 29:31 (51.). Das weckte auch die gute besuchte Halle in Taufkirchen auf, so dass der Haspo-Sieg doch noch einmal bedenklich wackelte.

Vor allem die nun immer offensiver werdenden Unterhachinger Abwehr bereitete den Bayreuthern viel Mühe. Die Nervenstärke von Yannik Meyer-Siebert beim Siebenmeter (5/5) sowie die individuelle Durchschlagskraft von Paul Saborowski und Tim Herrmannsdörfer bewahrten Haspo aber vor einer Wende. Beim 35:29 (55.) war die Führung dann vorentscheidend. „Wir haben es uns in der zweiten Halbzeit zwar unnötig schwer gemacht, aber auch auf diese Drucksituation hat mein junges Team sehr gut reagiert“, fasste Werner zusammen.

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Schalk (4), Nicola (1), Herrmannsdörfer (4), Hümpfer (5), Baldauf (1), S. Berghammer (5), Rahn (1), Saborowski (8), Meyer-Siebert (6/5), Y. Berghammer (1), Goeritz (3), Luckhardt (2).

Kein bayerischer Absteiger aus der 3. Liga

Nach dem letzten Spieltag in der 3. Handball-Bundesliga steht fest, dass kein bayerischer Verein absteigen muss. Dadurch gibt es in der Herren-Bayernliga nur zwei Absteiger, und in der Landesliga dürfte trotz des verschärften Abstiegs wegen der bayernweit 29 statt 28 Teams keine Relegation der Tabellenzehnten fällig werden.

Während in der 3. Liga Süd der TuS Fürstenfeldbruck den rettenden 13. Platz bereits vorzeitig gesichert hatte, musste Aufsteiger HSC Coburg II in der Gruppe Ost bis zuletzt kämpfen. Zum Saisonfinale überraschte die Bundesliga-Reserve (mit Neu-Nationalspieler Florian Billek / zwei Tore) den Meister HC Elbflorenz Dresden mit 28:24 und zwang damit die SG LVB Leipzig mit den Bayreuthern Hannes Zerrenner und David Schreibelmayer in die Relegation gegen den Abstieg. Matchwinner für die Coburger war der Ex-Auerbacher Andreas Wolf mit neun Toren.

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