Wertvoller Auerbacher Punktgewinn

Das gilt umso mehr, als die Oberpfälzer damit nach ihrem knappen Sieg im Hinspiel (32:31) den direkten Gesamtvergleich gewonnen haben, der am Ende bei Punktgleichheit den Ausschlag geben würde. Auch der Spielverlauf spricht dafür, dass die Gäste mit dem Teilerfolg zufrieden sein dürfen. Schließlich lagen sie über weite Strecken mit bis zu fünf Toren im Rückstand und gingen erst in der Endphase knapp in Führung.

Zwar lagen die Gäste zunächst mit 4:2 vorn, aber das sagte noch nicht viel über die Kräfteverhältnisse aus. In erster Linie prägten die starken Torhüter auf beiden Seiten die bis dahin gespielten zehn Minuten. Als der einheimische Schlussmann Julian Lahme die Oberhand gewann, gelangen dem TV Gelnhausen prompt fünf Tore in Folge zum 7:4.

Auerbacher Auszeit zeigt Wirkung

Mit einer Auszeit stoppte Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher zwar diese Serie, aber näher als auf zwei Tore kam sein Team zunächst nicht mehr heran. Hauptsächlich der eifrige Philipp Schöttner, der bis zur 24. Minute schon vier seiner sechs Tore erzielt hatte, hielt die Gäste im Spiel. Auch der Torwartwechsel von Lars Goebel zu Andreas Bayerschmidt (21.) änderte erst einmal nichts am Spielverlauf, aber am Ende sollte er sich doch als die entscheidende Maßnahme erweisen.

Die zweite Hälfte begann für die Auerbacher ebenfalls nicht gerade hoffnungsvoll. Gelnhausen erzielte zwei Treffer, und dazwischen scheiterte Maximilian Lux mit dem ersten Auerbacher Siebenmeter an Torwart Lahme, so dass mit 16:11 der höchste Abstand erreicht war. „Wenn ich ehrlich bin, waren in diesem Moment meine Hoffnungen auf ein Minimum geschrumpft“, gestand Andreas Bayerschmidt nach der Partie.

Drei Tore in Folge

Seine Teamkollegen besannen sich jedoch auf ihre kämpferischen Qualitäten und nutzten zwei Strafen für den Gegner zu drei Toren in Folge. Schöttner wurde dabei als gefährlichster Werfer allmählich von Kenny Schramm abgelöst. Der Linksaußen profitierte von der breiteren Spielanlage der Auerbacher und die stärkere Konzentration des Spiels auf die insgesamt wirksamere linke Seite.

Da sich zudem auf Seiten der Gastgeber die Fehler häuften, gelang schließlich durch Philipp Schöttner der Ausgleich zum 19:19 (44.) und kurz darauf durch Felix Müller sogar die Führung. Zu diesem Zeitpunkt war der Block der 40 Auerbacher Schlachtenbummler fast lauter als die übrigen 660 Zuschauer. „Schade, dass wir in dieser Phase nicht in der Lage waren, unsere Spannung aufrecht zu halten und den Vorsprung noch auszubauen“ trauerte Wannenmacher am Ende doch dem zweiten Punkt nach.

Torhüter Bayerschmidt der entscheidende Faktor

In der spannenden Schlussphase leistete Matthias Schnödt einen wesentlichen Beitrag zur guten Gesamtleistung der Auerbacher in der Defensive. Entscheidender Faktor war aber Torwart Bayerschmidt. Nachdem Andreas Wolf beim Stand von 22:22 (56.) den zweiten Siebenmeter seines Teams vergeben hatte, machte der Schlussmann einige Möglichkeiten des TV Gelnhausen zunichte, darunter ebenfalls einen Strafwurf. Den Ausgleich 25 Sekunden vor dem Ende konnte aber auch er nicht verhindern.

Nicht bewertet

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