Wenn es auf der Straße kracht

Trotz der bekannten Regeln kommt es immer wieder zu Missverständnissen, Missachtungen und Missgeschicken. Dass die Straßenverkehrsordnung vermehrt ignoriert wird, haben Unfallforscher aktuell festgestellt. In Deutschland würden viele Regeln einfach nicht mehr akzeptiert, hieß es in ihrem Bericht. Einzig die rote Ampel finde noch regelmäßig Beachtung. Auf Ampeln setzt das Staatliche Bauamt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zuletzt sind auf den Bundesstraßen bei Mainleus und bei Neudrossenfeld neue Signalanlagen in Betrieb gegangen.

Tücken im Stadtgebiet

Was dort funktioniert, hat im Kulmbacher Stadtgebiet allerdings seine Tücken. Besonders an den viel befahrenen mehrspurigen Kreuzungen können auch die Lichtzeichen nicht verhindern, dass es öfters kracht. Selten ist es böser Wille. Oft sind die Autofahrer abgelenkt und unachtsam. In Kulmbach ereignete sich es erst vor wenigen Tagen ein Zusammenstoß an der Kreuzung beim Media-Markt. Benedikt Weber von der Polizeiinspektion Kulmbach hat den Unfall aufgenommen. Er erinnert sich: „Die Verursacherin wollte nach links in die Albert-Ruckdeschel-Straße einbiegen.“ Sie stieß mit ihrem Auto gegen einen Wagen, der in der Gegenrichtung stadtauswärts unterwegs war. „Die Frau wurde leicht verletzt“, sagt der Polizeibeamte. Die beiden Autos waren Schrott, der Schaden lag im fünfstelligen Bereich.

Fußgänger gefährdet

Zu ähnlichen Situationen kommt es gar nicht weit entfernt auch an der Kreuzung Negeleinstraße/EKU-Straße. Dort sind die Fußgänger gefährdet. Sie werden hin und wieder von Abbiegern übersehen, die an der Ampel zur selben Zeit Grün haben. Außerdem kommen sich wegen der engen Spuren in der Negeleinstraße die Autos gefährlich nahe. Wer beim Abbiegen dort zu weit ausholt, macht womöglich Bekanntschaft mit seinem Nebenmann. Darüber hinaus spielen sich in der EKU-Straße manchmal sogar Rennszenen ab. Schnittige Fahrer geben auf der rechten Spur stadteinwärts Vollgas, um an den wartenden Autos vorbeizuziehen. Nach der Unterführung scheren sie dann im letzten Moment an der Ampel auf die mittlere Fahrbahn ein.

Vorsicht beim "Fritz"

Der Kreuzungsbereich vor dem Einkaufscenter „Fritz“ erfordert auch ohne die Drängler schon besondere Vorsicht. Vergleichsweise oft kommen sich dort Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger in die Quere. Ein Phänomen ist dabei häufig zu beobachten: Linksabbieger, die von der Heinrich-von-Stephan-Straße in die EKU-Straße fahren wollen, missachten die Vorfahrt der Autos, die aus dem Parkhaus kommen. Sie wähnen sich im Recht, weil ihre Ampel Grün zeigt. Die Grünphase gilt aber ebenso für den vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr. Dieselben Fehleinschätzungen ereignen sich regelmäßig an der Landratsamtskreuzung am Kreuzstein.

Die Kulmbacher Polizei hat folgende Empfehlung: Die Teilnahme am Straßenverkehr fordere ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. So steht es in Paragraf eins der Straßenverkehrsordnung.

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