Weiter Hickhack um Archivpfleger

Allerdings: Die beiden Männer sollen sich die Stelle und damit auch den Landkreis teilen. Statt der sowieso schon geringen Aufwandsentschädigung von 300 Euro im Monat würden jedem dann nur 150 Euro zustehen. Und Landrat Hübner bezweifelt, dass den Job dann überhaupt einer von beiden annimmt.

Und auch in der Frage, welcher der beiden Kandidaten der geeignetere ist, scheiden sich die Geister. Die Entscheidung trifft zwar die Generaldirektion der Staatlichen Archive in Bamberg. Gegen den von Hübner bevorzugten Kandidaten aus dem Markt Neuhaus an der Pegnitz regt sich aber Widerstand, allenvoran aus dem Fichtelgebirge. Der dortige Bürgermeister Harald Schlegel (SPD) setzt sich dafür ein, dass der derzeitige Gemeindearchivpfleger von Gefrees, Bad Berneck und Goldkronach den Zuschlag erhält. Er behauptet, der Mann sei vom früheren Kreisarchivpfleger bereits als Nachfolger vorgeschlagen worden und kenne die Region außerdem besser.

Gegen vier Stimmen aus den Reihen von SPD und Freien Wählern beschließt der Kreistag schließlich: Die Generaldirektion soll den Kandidaten aus Neuhaus bestellen. Werde der der Aufgabe nicht alleine gerecht, soll über eine zweite Stelle beraten werden.

Was ein Kreisarchivpfleger tut?

Er eilt zur Hilfe, wenn Gemeinden Probleme bei der Organisation ihrer Archive haben. Er sucht dann gemeinsam mit der Gemeinde nach einem Gemeindearchivpfleger und ordnet entsprechende Schulungen für diesen an. Die kosten dafür übernimmt der Kreis.

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