Weichen stellen für Waldstock

Viele sind gekommen: Ehrenamtliche, die sich um die Deko kümmern, junge Leute, welche die Bar managen, Pegnitzer, die für das Catering verantwortlich sind. Auch Lisa Weißmann ist dabei. Sie ist eines der Waldstock-Mitglieder und für das Merchandising verantwortlich. Die 25-Jährige hat das im Gepäck, worauf hier jeder wartet: Die Motive für die diesjährigen Pullis, T-Shirts und Stoffbeutel, die auf dem Festival verkauft werden. Die anderen Mitglieder belohnen die Designs mit Klopfen auf die Biertische, schon wollen die Ersten ihre Bestellung abgeben. Der zweite Vorsitzende Jakob Bauer weist darauf hin, dass beim Reflexionstreffen nach dem Festival im vergangenen Jahr darüber gesprochen worden war, mehr Standardgrößen zu bedrucken. Laut Weißmann gibt es die nun auch, bis zu 3XL. Jemand regt an, das Festival-Datum in die Motive zu integrieren. „Es ist jetzt noch nicht hundertprozentig zu spät, bei einem Motiv könnte man die Jahreszahl draufschreiben“, sagt Weißmann. Demokratisch wird abgestimmt. Mit dem Ergebnis, dass ihr Vorschlag umgesetzt wird. Die Waldstock-Mitglieder sind eingespielt, die Entscheidungen fallen schnell.

Ausgiebige Diskussion

Ein Thema, das zur ausgiebigen Diskussion führt, ist, ob die Festivalgäste Glasflaschen mitbringen dürfen. Vorsitzender Martin Häckel spricht sich dafür aus, im Voraus zu kommunizieren, dass Glasflaschen auf dem Gelände verboten sind. „Zumindest keine Glasflaschen auf dem Campingplatz“, sagt er. Immerhin finanziere sich Waldstock durch den Verkauf von Getränken, meint ein anderes Mitglied. Die Waldstockler einigen sich darauf, dass Dosen erlaubt, Glasflaschen verboten sind.

92 Fässer Bier warten schon

Ein bestimmender Punkt in der Diskussion ist auch die Bar. Am 7. und 8. Juli wird es auf dem Schlossberg neue Pfandmarken geben. Heiko Lindner, verantwortlich für die Infrastruktur beim Festival, hat einen der giftgrünen Plastikchips dabei. Um den Ablauf zu vereinfachen, einigen sich die Festivalmacher darauf, dass an der Bar nur die Barbecher, am Bierstand nur die Bierbecher abgegeben werden können. 46 Hektoliter Bier, abgefüllt in 92 Fässer, warten bereits auf die Festivalgäste.

Den Waldstock-Machern liegt das Thema Nachhaltigkeit am Herzen. Laut des Vorsitzenden Martin Häckel ist das Ziel, komplett auf Geschirr umzustellen. Doch das muss auch abgewaschen werden. Ein Spülmobil wäre die Lösung, so Harry Bauer. Er kümmert sich schon lange ums Catering, in diesem Jahr zum letzten Mal federführend.

Spül- und Toilettenwagen aufbauen

Besteck, Teller, Kaffeetassen seien beim Spülmobil gleich dabei. Doch der Platz auf dem Schlossberg ist begrenzt, infrage kommt laut der Mitgliedern nur, den Spül- hinter den Toilettenwagen zu stellen. Flo Wallner, verantwortlich für Kaffeebude und Logistik, wirft ein, dass man erst den Spül- und danach den Toilettenwagen aufbauen müsse.

Ersterer stünde also eine Woche lang auf dem Schlossberg. Ob es überhaupt rechtlich erlaubt ist, fragt jemand. Häckel: „Ich glaube nicht, dass es da große Probleme gibt.

Es wird noch lange diskutiert werden an diesem Abend, an dessen Ende die finalen Weichen für das Waldstock-Festival gestellt sind.

Schlossberg, 91257 Pegnitz

Nicht bewertet

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