Weg für den Abriss des Zeiserla ist frei

Damit ist der Weg frei für einen Abriss der Ruine und für eine vom Stadtrat gewünschte geordnete Bebauung auf diesem Areal, zu dem auch Nebengebäude des benachbarten ehemaligen Brauereigasthofs Wagner gehören.

Kosten für Abriss trägt die Stadt

Die Eigentümerin hat der Stadt sogar ein so genanntes Aufgeld bezahlt, damit sie die Ruine übernimmt. Anfang 2018, so Meyer soll der Abriss erfolgen. Mit dem ehemaligen Zeiserla sollen auch mehrere Nebengebäude des Gasthofs Wagner mit abgebrochen werden. Die Kosten für den Abriss trägt jetzt die Stadt, weil sie Eigentümer des Zeiserla-Grundstücks ist und was so auch gewollt war. "Wir können die Entwicklung des Areals nur regeln, wenn wir das Grundstück übernehmen", so Meyer. Das Amt für ländliche Entwicklung habe bereits Zuschüsse für die Abrisskosten in Aussicht gestellt, so Meyer. Auch bei der Regierung von Oberfranken war man hinsichtlich von Zuschüssen in Sachen Wirtschaftsförderung vorstellig.

Zeiserla ist 2014 abgebrannt

Nachdem das Zeiserla 2014 abgebrannt war, die Planungen für die Eigentümerin, für einen Wiederaufbau sich als zu kostspielig erwiesen, war das Thema Zeiserla mehrmals Thema in nichtöffentlicher Sitzung im Stadtrat. "Eigentlich", so erklärt Meyer, "wäre es dem Stadtrat am liebsten gewesen, wenn es wieder aufgebaut worden wäre". Weil man mit dem Abriss der Kneipe auch ein Stück Betzenstein entfernt - das Zeiserla war als Musikkneipe in der Region bekannt und auch bei vielen Betzensteinern beliebt. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht", sagt Meyer "und uns aber letztendlich für einen Abriss entschieden". Zu große seien die Kosten für einen Wiederaufbau eines Gebäudes mit immerhin allein weit über 300 Quadratmeter Grundfläche. Die Entscheidung, das Haus zu übernehmen, sei auch vor dem Hintergrund gefallen, "dass es kein Gesetz gibt, dass ein Haus abgebrochen werden muss". Man habe befürchtet, dass an dieser Stelle der Stadt jahrelang eine Ruine ohne Dach steht.

Jetzt sucht Meyer einen Investor für das gesamte Gelände. Es hätte schon mehrere Gespräche mit potentiellen Investoren für das Wagner-Grundstück gegeben und sie seien auch noch am Laufen. Allerdings habe die benachbarte Brandruine schon abschreckende Wirkung gehabt. "Jetzt, so Meyer, "haben wir das Heft des Handelns in der Hand". Die Weichen für eine geordnete Bebauung hat der Stadtrat schon im vergangenen Jahr gestellt, als man einen innerörtlichen Bebauungsplanentwurf erstellte. Meyer: "Jetzt räumen wir erst einmal auf, damit wir eine Freifläche haben".

Was sich Meyer an Stelle von einer Freifläche dort vorstellt, lässt er völlig offen. Der Idealfall wäre für ihn allerdings, wenn ein Investor die Sanierung des Gasthofs Wagner, der im Eigentum der Stadt ist, auch noch mit übernimmt. Dieser ist von den Abrissplänen nicht betroffen.

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