Wechsel beim Kindergottesdienst

„Ich mache das jetzt seit insgesamt 35 Jahren. Irgendwann ist es dann auch gut und richtig, wenn es jemand anderes macht“, sagt Brinkmann. Nach ihrem Studium zur Religionspädagogin in München leitete sie sowohl dort, als bei ihren anderen Stationen in Königsbrunn und Selb den Kindergottesdienst. Nachdem sie vor 25 Jahren mit ihrem Mann nach Pegnitz kam, machte sie hier damit weiter – über 15 Jahre lang. Als Religionspädagogin läge das ja auch nahe. Da sei es eigentlich schon selbstverständlich, dass man dann deswegen auch gefragt wird.

Mehr Zeit für die Familie

Der Grund für die Abgabe dieser Position ist ein ganz einfacher, einer der für jeden wichtig ist. Und der nennt sich das Bedürfnis nach Freizeit, mehr Zeit zu haben. Mehr Zeit für die Familie, für ihren Mann, für ihre sechs Kinder und ihre drei Enkel: „Mir hat die Arbeit mit den Kindern wahnsinnig viel Spaß gemacht. Aber ich freue mich jetzt auch darauf, nach 35 Jahren am Sonntag früh einfach am Frühstückstisch sitzen zu können und Zeit zu haben, eben ein Sonntagsritual. Dass hatte ich vorher zwar auch, aber eben nur in abgespeckter Form. Ich denke, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist damit aufzuhören.“

Wobei die Aufgabe des Kindergottesdienstes noch lange nicht bedeutet, dass sie sich jetzt komplett aus dem Leben der Kirchengemeinde zurück zieht. Im Team des Kindergottesdienstes wird sie immer noch tätig sein. Aber eben nicht als Leiterin und nicht in der vorherigen Regelmäßigkeit. Außerdem macht sie bei der Kinderbibelwoche, wenn zusammen mit der katholischen und methodistischen Gemeinde gefeiert wird, mit. Und den Frauenkreis, der einmal einmal im Monat stattfindet, betreut sie auch weiterhin. Die Mitarbeit bei der Betreuung von Schülern am Buß- und Bettag, die sie bisher auch inne hatte, beendet sie allerdings dieses Jahr, genauso wie das Krippenspiel in diesem Jahr auch ihr letztes sein wird. Brinkmann: „Ich bin mir sicher und fest davon überzeugt, in Jasmin Stärz jemand gefunden zu haben, der diese Aufgabe übernehmen kann. Sie hat neue Ideen, geht frisch an die Aufgabe. Das ist ja etwas sehr Wichtiges.“

Alles muss gut organisiert sein

Schwer sei es nicht gewesen jemanden als Kindergottesdienstleiterin zu finden. Auch wenn die Zusage, nachdem Brinkmann Stärz deswegen fragte, doch ein wenig auf sich warten ließ. „Ich habe ja Theologie nicht studiert“, erklärt Stärz. Sie ist von Beruf Kinderkrankenschwester und Kinderpflegerin. Allerdings arbeitet sie bereits im Team des Kindergottesdienst seit rund vier Jahren ehrenamtlich mit, hat so eine Menge, was man an auch bezüglich der Organisation leisten muss, mitbekommen. Außerdem macht sie in der Familienbildungsstätte Villa Kunterbunt Musik mit Kindern.

Sie fügt hinzu: „Schon alleine wegen meines Berufes dreht sich bei mir alles um Kinder. Ich freue mich auf meine neue Herausforderung.“ Jedoch brauchte sie dennoch zwei, drei Monate Bedenkzeit, „ich hatte mich da schon oft und lange mit Birgit, Dekan Schoenauer und auch mit meiner Familie unterhalten, ob ich das kann. Ich bin da aber zuversichtlich. Denke aber dennoch, dass ich am Anfang etwas Zeit brauche, um mich da rein zu arbeiten.“ Stärz selber hat drei Kinder. Klappt das dann zeittechnisch mit dem Kindergottesdienst? „Ja. Ich bin davon überzeugt. Ich habe da auch große Unterstützung von meinem Mann.“

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