Wasserstreit: Keine Einigung in Hegnabrunn

Am Ende des Ortstermins stellt Bürgermeister Siegfried Decker nach den Ausführungen des hinzugezogenen Ingenieurs Erich Hahn fest: „Das Becken ist gebaut und hergestellt worden wie geplant.“ Die Anlieger bleiben skeptisch, haben eigene Berechnungen angestellt, die sich von den offiziellen Ergebnissen deutlich unterscheiden. Sind es nun, wie Ingenieurbüro und Bürgermeister sagen, mindestens 1000 bis knapp 1300 Kubikmeter Wasser oder sind es, wie von Anliegern errechnet, nur knapp 600? Zum Dialog kommt es nicht an diesem Abend.

Umgehungskanal kommt noch

Bürgermeister Decker fasst zusammen: Im Dezember 2016 sei das Becken ohne Mängel abgenommen worden. Er erklärt, es sei Teil des Regenrückhaltekonzepts, das die Gemeinde gerade in Angriff genommen habe und weist auf den Umgehungskanal hin, der später gebaut werden soll.

Ingenieur erklärt das Konzept

Erich Hahn vom Büro IBP aus Kulmbach erklärt die Funktion, die dem Becken zukommt: Es soll Oberflächenwasser auffangen und es zurückhalten, wenn ein Starkregen kommt. Kontrolliert soll das Wasser, wenn ein bestimmter Stand erreicht ist, über den Überlauf in die Kanalisation geleitet werden. Hahn weist darauf hin, dass es sich noch um ein Provisorium handle, um einen Teil des gesamten Konzepts, das noch nicht umgesetzt ist.

Eine Schwachstelle

Hahn räumt auch die Schwachstelle ein, die weiterhin existiert: Der „marode, sich von 60 auf 20 Zentimeter Durchlass verjüngende Kanal“, der durch das Grundstück von Heinz Wanderer führt. Bei der Frage des Fassungsvermögens gibt Hahn Auskunft, dass es sogar mehr als 1000 Kubikmeter seien, die der künstlich angelegte Teich fasst. Es gebe sogar ein digitales Geländemodell.

Kurz vor der Sitzung hatten die Anlieger einen Brief ans Rathaus gerichtet. Dessen Eingang bestätigte der Bürgermeister zwar. Allerdings habe man sich noch nicht damit auseinandersetzen können, Decker versprach: „Wir werden uns sicher damit befassen.“

Anwohner halten dagegen

In ihrem Schreiben regen die Anlieger nochmals an, den Einlassgraben in das Rückhaltebecken am Schulweg zu schließen und auch den „maroden Kanal“ nicht länger zu nutzen. Um das Oberflächenwasser in der Fläche zu halten, soll nach Meinung der Nachbarn der Ziehweg Lauterbach mit einer Abflussrinne versehen werden, die das Wasser in die Senke am Schulweg Richtung Schlömen leitet. Das Durchflussrohr sollte verschlossen werden, um das Wasser aus der Senke kontrolliert abließen zu lassen. Die Grundstücke und Zufahrtswege im oberen Ortsteil Hegnabrunn sollten an eine „zeitgemäße Oberflächenwasserentsorgung“ angeschlossen werden und den Bau eines Entlastungskanals zum Zweikanalsystem in der Straße nach See an, um das Oberflächenwasser aus dem oberen Dorfbereich und den landwirtschaftlichen Flächen zu entsorgen.

Schildbürgerstreich?

Entschädigung

Wunsch nach Bürgerbegehren

eskaliert

Nicht bewertet

Anzeige