Was Parsifal im Festspielhaus will

Im Bayreuther Festspielhaus werden jeden Sommer Opern gezeigt. Vier Wochen lang ist dort fast jeden Tag eine Oper zu sehen, die Richard Wagner komponiert hat. In diesem Jahr werden die Festspiele mit der Opfer „Parsifal“ eröffnet. Die Leute, die heute also eine Karte haben, werden die Parsifal-Geschichte sehen. Die Festspiele werden übrigens jedes Jahr am 25. Juli eröffnet – ganz egal, welcher Wochentag das ist.

Um was geht es in der „Parsifal“-Geschichte?
Auf der Burg Montsalvat, gibt es ab und zu etwas Besonderes zu sehen: den heiligen Gral. Das ist ein Gefäß, in dem das Blut Jesu Christi ist. Der Ritter Klingsor darf aber nicht mehr dabei sein. Er hatte sich verliebt (was er nicht durfte) und verletzte sich deshalb selbst. Als er rausgeschmissen wurde, verletzte er einen anderen Ritter, Amfortas. Jetzt könnte man sagen, dass der eben Pech hatte, hätte er aufgepasst. Aber das konnte er nicht. Denn er wurde von der Zauberin Kundry abgelenkt. Die Wunde, die Klingsor Amfortas zugefügt hat, heilt nicht. Er wartet auf jemanden, der ihm den Speer bringt, mit dem er verletzt worden war. Denn nur dieser Speer kann seine Wunde schließen. Eines Tages kommt Parsifal vorbei. Als er im Wald herumirrt, träumt er, wie er Amfortas helfen kann. Parsifal versucht, den Speer zu bekommen. Das findet Klingsor nicht gut, er will Parsifal töten, aber Parsifal fängt den Speer, bringt in zur Burg und heilt Amfortas.

Kommt noch jemand vor?
Eine ganze Menge sogar, wichtig sind noch Titurel. Das ist der Papa von Amfortas. Und Gurnemanz. Er unterrichtet Parsifal, wie man sich als Ritter und am königlichen Hof benehmen muss.

Was hat Bayreuth damit zu tun?
Die Geschichte von Parsifal ist sehr alt. Und vor ebenfalls langer Zeit (aber noch nicht so lange her, wie das mit der Geschichte) hat ein Komponist Musik zu der Geschichte geschrieben. Dieser Komponist war Richard Wagner. Richard Wagner hat in Bayreuth ein Opernhaus gebaut, in dem seine Werke aufgeführt werden sollen. Sein Plan war eigentlich, das Opernhaus danach abzureißen. Das hat er dann aber doch nicht gemacht. Seitdem finden jedes Jahr in Bayreuth die Richard-Wagner-Festspiele statt. Dabei werden nur Opern von Richard Wagner aufgeführt. Fast jedes Jahr wird eine der Opern neu erzählt. In diesem Jahr ist es der „Parsifal“.

Wie viel Zeit braucht man?
Seien wir ehrlich: Richtig viel. Wer sich in Bayreuth den „Parsifal“ ansehen will, braucht Ausdauer. Denn die Oper von Richard Wagner dauert ungefähr 6 Stunden! (zwei Stunden davon sind allerdings Pause). Die exakte Zeit hängt ein bisschen vom Dirigenten ab. Das ist der Bestimmer im Orchester. Je nachdem, ob er langsamer oder schneller dirigiert und die Musiker also langsamer oder schneller spielen müssen, ist die Oper länger oder kürzer. Es ist auch nicht sonderlich bequem, wenn man im Festspielhaus sitzt. Die Stühle für die Besucher sind eng und nicht gepolstert. Das hat sich auch Richard Wagner ausgedacht. Wenn die Sessel gepolstert wären, wäre der Klang der Musik nämlich nicht so gut.

"Parsifal" als Lego-Film gibt es hier zu sehen.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06