Wahl ist keine Qual

Jeder potenzielle Wähler kann sich fünf Wochen vor der Bundestagswahl informieren, kann diskutieren, Fragen stellen und Kritik üben.

Natürlich gibt es berechtigte Kritik am selbstzufriedenen politischen System, an der sozialen Ungerechtigkeit im Land, am übermächtigen Lobbyismus. Das darf aber nicht dazu führen, sich enttäuscht zurückzuziehen.

Die Auswahl der Parteien von links bis rechts ist groß. Ob ihre Forderungen nach der Wahl durchgesetzt werden können, hängt davon ab, wer mit wem regiert.

Immer wieder ist am Stammtisch und in den sozialen Medien die Rede davon, die Bundestagswahl sei eine Qual. Nein, zur Wahl gehen zu dürfen, ist ein Privileg.

Weltweit betrachtet haben nur wenige Menschen die Möglichkeit, frei und geheim auszuwählen zwischen verschiedenen politischen Angeboten.

Es ist ganz einfach: Wer nicht zur Wahl geht, gibt seine kleine Einflussmöglichkeit auf die Politik der nächsten vier Jahre aus der Hand.

peter.engelbrecht@nordbayerischer-kurier.de

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