Wahl 2017: Viel Arbeit hinter den Kulissen

Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab hat sein Team, das dafür sorgt, dass die Bundestagswahl ordnungsgemäß über die Bühne geht, schon zusammen: sechs Personen pro Wahllokal hat die Stadt bereits rekrutieren können. Ohne Probleme. Hinzu kommen vier Briefwahlvorstände. Das macht bei 21 Wahllokalen in und um Pegnitz 150 Wahlhelfer. „In Pegnitz haben sich für die Bundestagswahl fünfzig Bürgerinnen und Bürger freiwillig gemeldet. Dafür bedanke ich mich vielmals“, sagt Bürgermeister Raab.

Zwei langjährige Helfer

Reinhard Loyall und Gunda Steffel aus Hainbronn sind seit vielen Jahren als Wahlhelfer tätig. Auch mit über 65 Jahren haben sie sich freiwillig bereit erklärt, dieses Ehrenamt auszüben. „Das Gemeindehaus ist nur fünfzig Meter von uns entfernt. Es ist doch eine Bürgerpflicht, Wahlhelfer zu sein“, sagt Reinhard Loyall. Loyall ist sogar stellvertretender Wahlvorstand. „Im Wahllokal müssen immer der Vorstand oder sein Stellvertreter, ein Schriftführer oder sein Stellvertreter und ein Wahlhelfer anwesend sein“, erklärt Loyall. Er kennt sich, weil er das Ehrenamt schon fast zwanzig Jahre ausübt, bestens aus.

Schulung für alle Wahlhelfer

Am 21. September findet zudem eine Schulung für alle Wahlhelfer statt. Natürlich wird auch Loyall dabei sein.„Ich gehe gerne unter Menschen, ich engagiere mich auch sonst sehr“, sagt Gunda Steffel. Deshalb war es für sie genau so eine Selbstverständlichkeit, bei der Wahl mitzuhelfen. Am liebsten leistet sie gemeinsam mit ihren Lebenspartner Loyall Dienst. Auch Steffel hat sich freiwillig gemeldet, wird ebenfalls in Hainbronn, ihrem Wohnort, aktiv mithelfen. „Und von der Aufwandsentschädigung, die wir bekommen, gehen wir essen. Obwohl wir das sowieso machen würden“, sagt Steffel.

50 Euro für Wahlhelfer

In diesem Jahr bekommen alle Wahlhelfer für ihre Tätigkeit 50 Euro, hat der Stadtrat bereits beschlossen. „Außerdem erhalten Personen, die am nächsten Tag von ihrem Arbeitgeber als Ausgleich für den Dienst im Wahllokal nicht frei bekommen eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 50 Euro“, erklärt Bürgermeister Uwe Raab die Regeln.Das Gesetz gibt vor, dass die Wahlhelfer aus allen Wahlberechtigten bis 65 Jahren ausgewählt werden können. „Das Ehrenamt darf nur aus sehr wichtigen Gründen abgelehnt werden“, sagt der Bürgermeister. In diesem Jahr wurde in Pegnitz ein zusätzlicher Briefwahlvorstand gebildet.

Immer mehr Briefwähler

Der Grund: Auch in Pegnitz steigt die Anzahl der Briefwähler stetig an.Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in Pegnitz sind in diesem Jahr zwischen 18 und 75 Jahre alt. „Selbstverständlich versuchen wir auch immer wieder neue Personen hinzuzugewinnen, so dass wir nicht zu jeder Wahl die gleichen Personen einteilen müssen, sondern hinreichend oft abwechseln können“, erklärt der Pegnitzer Bürgermeister.

Neuling ist Kilian Marx

Ein Neuling unter den Wahlhelfern ist Kilian Marx. „Ich bin seit zwei Jahren im Jugendparlament, deshalb bin ich angesprochen worden“, sagt Kilian Marx. „Ich weiß noch nicht, wie alles läuft. Aber das werde ich sehen“, ist der Neuling zuversichtlich, dass er die Aufgabe meistern wird. Kilian Marx hat soeben sein Abitur gemacht, möchte im Oktober nach Australien und möchte dort „Work & Travel“ machen. Dass er selbst in diesem Jahr auch zum ersten Mal an die Urne gehen darf, freut Kilian Marx natürlich. „Aber ich weiß noch nicht, was ich wähle“, gibt Marx offen zu.

Info:Für diese Wahl stehen genügend Wahlhelfer zur Verfügung. Interessierte können sich - für künftige Wahlen - freiwillig bei der Stadt im Wahlamt melden (Telefon 09241/72341 oder per Email: wahlen@stadt-pegnitz.de)Für die aktuellen Wahlen wird am Donnerstag, den 21. September um 18Uhr im Feuerwehrhaus Pegnitz eine Schulung durchgeführt.

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