Vierter Streik beim Kurier

Der Warnstreik dauert 24 Stunden. Die Beschäftigten legen seit Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, die Arbeit nieder. Aus diesem Grund erscheint die Wochenend-Ausgabe des Kuriers nicht in der gewohnten Form, sondern nur in einer abgespeckteren.

red

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Kommentare

Liebe Kurier-Macher! Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es nicht schön ist, wenn einem der Verlust des Arbeitsplatzes droht. Ich kann auch alle Aktivitäen verstehen, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Jedoch sollte man gemeinsam mit der Gewerkschaft einfach einmal nachdenken, warum die Streitigkeiten gerade auf den Rücken des Lesers ausgetragen werden. Auf der einen Seite will man wieder mehr Menschen von der Zeitung begeistern (egal ob gedruckt oder digital), auf der anderen Seite verprellt man Ihn gerade immer mehr, denn wenn schon wieder eine Wochenendausgabe in Mininalversion erscheint, steigt der Frust beim Leser. Und was ist dann? Er wird sich anderen Medien zuwenden. Beispiel von heute: In allen Medien wird heute über den Großbrand in Bindlach berichtet (regional, überregional) und was macht die Heimatzeitung. Sie erwähnt bis zum Zeitpunkt dieses Kommentares um 8.40 Uhr nichts - sie streikt lieber. Dann muss man sich auch nicht wundern, das andere Medien bzw. Plattformen die Leser von der Tagesszeitung abziehen. Und wenn der Leser woanders schneller informiert ist, warum sollte der dann den Kurier lesen?
Lass Euch neben Euren zahlreichen Aktionen für Eure Arbeitsplätze doch mehr kreative Ideen einfallen als einen Streik. Denn am Ende werden dabei alle nur verlieren: ihr verliert Eure Arbeitsplätze und die Abfindung wird auch nicht viel höher ausfallen, ihr verliert Leser und Werbekunden. Und ein weiteres Sinken der Auflagen und Pagebesuce bedeutet, dass erlebt ihr gerade am eigenen Leib.