VGN-Fahrkarten werden teurer

Wie VGN-Sprecher Manfred Rupp auf Kurier-Anfrage mitteilte, ist der Hintergrund für den Fahrpreisanstieg die steigenden Kosten bei den Verkehrsunternehmen. Diese könnten, wie der Aufwand an sich, nicht vollständig durch Fördermittel und Ausgleichsleistungen aufgefangen werden.

So lag im Jahr 2015 der jährliche Aufwand des Verkehrsverbundes bei 734,4 Millionen Euro. Die Erlöse insgesamt (mit Zuschüssen des Zweckverbandes sowie staatlichen Ausgleichsleistungen) lagen bei 376,4 Millionen Euro. Was einen Kostendeckungsgrad von rund 51,3 Prozent ergibt. Die Fahrgeldeinnahmen von 322 Millionen Euro decken laut Rupp den Aufwand zu knapp 44 Prozent. Der Rest sind Mittel der öffentlichen Hand, ist also steuerfinanziert.

Konkret kommen auf die Kunden folgende Kosten zu:

Einzelfahrkarte D: Wie aus der Tarifübersicht des Verbundes hervorgeht, kostet ab 1. Januar 2017 beispielsweise die Einzelfahrkarte der Preisstufe D (unter anderem Stadtverkehr Bayreuth und Bamberg) 1,90 (bisher 1,80) Euro für Erwachsene. Der Preis für die entsprechende Kinderfahrkarte (sechs bis 14 Jahre oder ein Fahrrad) bleibt mit 90 Cent gleich.

Viererticket D: Gleich bleibt auch der Preis für das Viererticket in der Preisstufe D – es kostet künftig wie bisher 6,50 Euro für Erwachsene und 3,20 Euro für Kinder

Region: Die Einzelfahrt in der Preisstufe 2 (beispielsweise von Bayreuth nach Bindlach) kostet statt bisher 2,40 Euro künftig 2,50 Euro für Erwachsene und 1,30 (1,20) Euro für Kinder.

Zehner-Streifenkarte: Für die Zehner-Streifenkarte sind künftig 11,50 Euro auf den Tisch zu legen, 30 Cent mehr als bisher. Kinder zahlen mit 5,70 Euro zehn Cent mehr. 11,50 Euro ist gleichzeitig der Maximalpreis für eine Einzelfahrt im Verbundgebiet, beispielsweise für eine Fahrt Bayreuth-Nürnberg oder nach Rothenburg ob der Tauber.

Wer am selben Tag wieder zurückfährt oder mit mehreren Personen unterwegs ist, fährt besser mit dem

Tagesticket Plus: Das für bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder bis 17 Jahren verbundweit gültige Ticket kostet im neuen Jahr 19,10 Euro und somit 40 Cent mehr als bislang. Es gilt ganztags für beliebig viele Fahrten, am Wochenende auch samstags und sonntags. Personen können durch Fahrräder ersetzt werden; ein Hund fährt kostenlos mit. Wer mit dem Tagesticket Plus von Bayreuth nach Nürnberg und wieder zurück fährt, spart gegenüber den Einzelfahrscheinen 3,90 Euro und kann zusätzlich noch den Nürnberger (und Bayreuther) Stadtverkehr nutzen.

Mobicards: Aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten hier nur einige Beispiele: So verteuert sich im Stadtgebiet Bayreuth die 7-Tage-Mobicard von 13,40 auf 13,60 Euro, in der Tarifstufe 10+T für Fahrten nach Nürnberg von 85,40 auf 87,60 Euro. Für die Mobicard Solo 31 wird in Bayreuth künftig 41,90 verlangt, 1,10 Euro mehr als bisher.

Jahres-Abos: Pendler innerhalb von Bayreuth zahlen für ihr Jahres-Abo künftig monatlich 30 Cent mehr, nämlich 32,50 Euro. Und wer in Nürnberg arbeitet, zahlt für sein Jahres-Abo der Tarifstufe 10+T ab Jahreswechsel 213,20 Euro pro Monat; bislang waren es 207,70 Euro. Auch hier gibt es eine große Zahl möglicher Preis- und Tarifstufen.

Schüler/Azubis: Auch wer als Schüler oder Auszubildender seine Fahrtkosten selber tragen muss, kommt um die Preiserhöhung zum Jahreswechsel nicht herum: Die Monats-Wertmarke im Bayreuther Stadtgebiet wird statt 30,70 Euro künftig 31,50 Euro kosten; in der Preisstufe 2 (beispielsweise Bindlach-Bayreuth) sind es statt 49,50 demnächst 50,80 Euro.

Regionalverkehr: Wie berichtet, steigen auch die Fahrpreise bei der Deutschen Bahn, und zwar schon zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember. So werden im Nahverkehr (außerhalb von Verkehrsverbünden) die Tickets um durchschnittlich 1,9 Prozent teurer. Diese Preiserhöhung hat der Tarifverband der bundeseigenen und nicht bundeseigenen Eisenbahnen (TBNE) beschlossen. Sie gilt für alle großen Regionalbahnen in Deutschland.

Bayernticket: Das beliebte Bayernticket kostet zum Fahrplanwechsel statt 23 dann 25 Euro, pro Mitfahrer sind weitere sechs (bislang fünf) Euro fällig.

Und für Intercity und ICE im Fernverkehr kosten die Fahrkarten künftig durchschnittlich 1,3 Prozent mehr.

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